Black Communities: Spike Lee’s Films From the 1980s And 1990s

Shelton Jackson “Spike” Lee was born in 1957 in Atlanta, Georgia, USA, to jazz musician Bill Lee and teacher Jacquelyn Shelton. He is the oldest of five siblings. Shortly after his birth the family relocated to New York City and Spike Lee grew up in Brooklyn. After a few short films and a medium-length master’s degree film, his first feature film SHE’S GOTTA HAVE IT (1986) was also set in Brooklyn. The film became a surprise success and opened up new possibilities for him. In the following years Lee went on to become the most important and most famous director of New Black Cinema. With combative gestures and effective publicity, he conveyed the African American reality and the everyday experience of racism. He also made numerous commercials, music videos and later documentary films.

SHE’S GOTTA HAVE IT (1986) focuses on a self-determined woman who refuses to choose between her three lovers. His central work DO THE RIGHT THING (1989) begins as an ironic comedy on a hot summer’s day and becomes an oppressive study of the emergence of violence from racist prejudices. MO’ BETTER BLUES (1990) is a homage to jazz and cinema. In JUNGLE FEVER (1991), the relationship between a black architect and a white secretary of Italian origin leads to turmoil among relatives and friends on both sides. After the monumental biopic MALCOLM X (1992) about the life and work of the civil rights activist, CROOKLYN (1994) follows a family of seven in Brooklyn in the early 1970s through the eyes of their ten-year-old daughter. The psychological thriller CLOCKERS (1995) deals with juvenile delinquency and drug, while HE GOT GAME (1998) revolves around the inner and outer struggles of a high school graduate and up-and-coming basketball star.

SUMMER OF SAM (1999) is the first Spike Lee film to be set outside the black community.

Our film series focuses on Spike Lee’s most important films from 1986 to 1998.

Filmstill Malcolm X
Film still Mo' Better Blues

For technical reasons, the information in the timetable below can only be displayed in German.

Tuesday  01.09.2020

18:00 Uhr

SHE’S GOTTA HAVE IT

USA 1986. R: Spike Lee. D: Tracy Camilla Johns, Tommy Redmond Hicks, John Canada Terrell. 84 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Nola Darling ist eine selbstbewusste junge Frau in Brooklyn, die sich nicht den Erwartungen ihres Umfelds unterwerfen möchte. Dazu gehört auch ihr Verhältnis zu drei Liebhabern, die sie auf ganz unterschiedliche Weise anziehen und zunehmend für sich allein beanspruchen. Doch Nola will sich nicht zwischen ihnen entscheiden und pocht auf radikale Selbstbestimmung. Mit geringem Budget und viel privatem Einsatz realisiert, wurde SHE'S GOTTA HAVE IT zur Initialzündung der afroamerikanischen Independentfilm-Bewegung des New Black Cinema und besticht mit vielschichtiger Erzähltechnik, poetischen Akzenten und einem humorvoll-nachsichtigen Blick auf seine Figuren.

Thursday  03.09.2020

20:30 Uhr

DO THE RIGHT THING

USA 1989. R: Spike Lee. D: Danny Aiello, Ossie Davis, Ruby Dee. 120 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Spike Lees dritter Spielfilm spielt an einem heißen Sommertag in Bedford-Stuyvesant, einer überwiegend von Schwarzen bewohnten Nachbarschaft in Brooklyn. Sal, ein Italoamerikaner, betreibt hier mit seinen beiden Söhnen und unterstützt von seinem Botenjungen Mookie (gespielt von Spike Lee selbst) eine Pizzeria. Eine Handlung im eigentlichen Sinne gibt es nicht, stattdessen eine Reihe von Kurzportraits diverser Figuren und eine Folge von Einzelereignissen, die immer mehr ineinandergreifen und schließlich in Gewalt eskalieren. Lee liefert hier eine eindringliche Analyse der Ursachen von Rassenunruhen, welche oft an Kleinigkeiten hängen – es hätte auch alles anders kommen können. Lees Schwester Joie spielt auch im Film seine Schwester.

Friday  04.09.2020

18:00 Uhr

DO THE RIGHT THING

USA 1989. R: Spike Lee. D: Danny Aiello, Ossie Davis, Ruby Dee. 120 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Spike Lees dritter Spielfilm spielt an einem heißen Sommertag in Bedford-Stuyvesant, einer überwiegend von Schwarzen bewohnten Nachbarschaft in Brooklyn. Sal, ein Italoamerikaner, betreibt hier mit seinen beiden Söhnen und unterstützt von seinem Botenjungen Mookie (gespielt von Spike Lee selbst) eine Pizzeria. Eine Handlung im eigentlichen Sinne gibt es nicht, stattdessen eine Reihe von Kurzportraits diverser Figuren und eine Folge von Einzelereignissen, die immer mehr ineinandergreifen und schließlich in Gewalt eskalieren. Lee liefert hier eine eindringliche Analyse der Ursachen von Rassenunruhen, welche oft an Kleinigkeiten hängen – es hätte auch alles anders kommen können. Lees Schwester Joie spielt auch im Film seine Schwester.

Saturday  05.09.2020

20:30 Uhr

MO‘ BETTER BLUES

USA 1990. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Spike Lee, Wesley Snipes. 129 Min. 35mm. OF
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Brooklyn in den 1950er Jahren: Der junge Trompeter Bleek wird der erfolgreiche Leader einer Jazzband, gemanagt von seinem Jugendfreund Giant, einem notorischen Spieler. MO‘ BETTER BLUES ist ein genauer und liebevoller Blick auf die New Yorker Jazzszene jener Zeit mit ihren Bars, Clubs, Probe- und Umkleideräumen, alles getaucht in ein eher trübes Licht mit einer melancholischen Aura. Es gibt einige Parallelen zu den frühen Filmen von Martin Scorsese, und Denzel Washington in der Hauptrolle ist schlicht überragend. Die Musik schrieb Bill Lee, Spike Lees Vater.

Tuesday  08.09.2020

20:30 Uhr

MO‘ BETTER BLUES

USA 1990. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Spike Lee, Wesley Snipes. 129 Min. 35mm. OF
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Brooklyn in den 1950er Jahren: Der junge Trompeter Bleek wird der erfolgreiche Leader einer Jazzband, gemanagt von seinem Jugendfreund Giant, einem notorischen Spieler. MO‘ BETTER BLUES ist ein genauer und liebevoller Blick auf die New Yorker Jazzszene jener Zeit mit ihren Bars, Clubs, Probe- und Umkleideräumen, alles getaucht in ein eher trübes Licht mit einer melancholischen Aura. Es gibt einige Parallelen zu den frühen Filmen von Martin Scorsese, und Denzel Washington in der Hauptrolle ist schlicht überragend. Die Musik schrieb Bill Lee, Spike Lees Vater.

Wednesday  09.09.2020

18:00 Uhr

SHE’S GOTTA HAVE IT

USA 1986. R: Spike Lee. D: Tracy Camilla Johns, Tommy Redmond Hicks, John Canada Terrell. 84 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Nola Darling ist eine selbstbewusste junge Frau in Brooklyn, die sich nicht den Erwartungen ihres Umfelds unterwerfen möchte. Dazu gehört auch ihr Verhältnis zu drei Liebhabern, die sie auf ganz unterschiedliche Weise anziehen und zunehmend für sich allein beanspruchen. Doch Nola will sich nicht zwischen ihnen entscheiden und pocht auf radikale Selbstbestimmung. Mit geringem Budget und viel privatem Einsatz realisiert, wurde SHE'S GOTTA HAVE IT zur Initialzündung der afroamerikanischen Independentfilm-Bewegung des New Black Cinema und besticht mit vielschichtiger Erzähltechnik, poetischen Akzenten und einem humorvoll-nachsichtigen Blick auf seine Figuren.

Thursday  10.09.2020

20:30 Uhr

JUNGLE FEVER

USA 1991. R: Spike Lee. D: Wesley Snipes, Annabella Sciorra, Spike Lee. 132 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Im Zentrum von JUNGLE FEVER steht der von Wesley Snipes verkörperte Architekt Flipper Purify, im Job erfolgreich und glücklich verheiratet. Als Flipper eine Affäre mit seiner italoamerikanischen Sekretärin Angela eingeht, führt dies zu Aufruhr im Verwandten- und Freundeskreis beider Seiten. Zur Zeit seines Erscheinens für seine Offenheit gelobt und später ob seiner vermeintlichen Thesenhaftigkeit als „Problemfilm“ kritisiert, bleibt Lees Arbeit bis heute relevant für die Art und Weise, in der er vermeintliche Unterschiede auf Basis von rassistischen Zuschreibungen sowie Gegensätze zwischen Klassen und Moralvorstellungen anspricht. Dabei gelingt es JUNGLE FEVER, Fallstricke im selbstreflexiven Reden über Rassismus zu parodieren. Nicht zuletzt ein Film über das Aufeinandertreffen der New Yorker Stadtviertel Harlem und Bensonhurst, Brooklyn.

Friday  11.09.2020

20:00 Uhr

CROOKLYN

USA 1994. R: Spike Lee. D: Alfre Woodard, Delroy Lindo, David Patrick Kelly. 115 Min. 35mm. OF
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Mit CROOKLYN blickt Spike Lee in semi-autobiografischer Weise auf seine Jugend in den 1970er Jahren im Stadtviertel Bedford-Stuyvesant, Brooklyn. Der Film, für dessen Drehbuch Lee mit seinen Schwestern Joie und Cinqué zusammengearbeitet hat, zeigt Brooklyn dabei vor der tiefgreifenden Gentrifizierung des Stadtteils als ein Zentrum afroamerikanischer Communities, in denen das Spiel auf den Straßen des Viertels und die Sozialisation durch die Fernsehsendung „Soul Train“ zentrale Bezugspunkte für die Jugend darstellten. Im Zentrum von CROOKLYN steht die sechsköpfige Familie Carmicheal um die Matriarchin Carolyn und den erfolglosen Musiker-Vater Woody. Der Film erzählt nuanciert und zwischen verschiedenen Stimmungen wechselnd aus der Perspektive von Troy, der ältesten und einzigen Tochter der Familie: vom Alltag der Familie, von Geldsorgen und anderen Problemen, von TV-Sendungen und Straßenspielen.

Saturday  12.09.2020

18:00 Uhr

JUNGLE FEVER

USA 1991. R: Spike Lee. D: Wesley Snipes, Annabella Sciorra, Spike Lee. 132 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Im Zentrum von JUNGLE FEVER steht der von Wesley Snipes verkörperte Architekt Flipper Purify, im Job erfolgreich und glücklich verheiratet. Als Flipper eine Affäre mit seiner italoamerikanischen Sekretärin Angela eingeht, führt dies zu Aufruhr im Verwandten- und Freundeskreis beider Seiten. Zur Zeit seines Erscheinens für seine Offenheit gelobt und später ob seiner vermeintlichen Thesenhaftigkeit als „Problemfilm“ kritisiert, bleibt Lees Arbeit bis heute relevant für die Art und Weise, in der er vermeintliche Unterschiede auf Basis von rassistischen Zuschreibungen sowie Gegensätze zwischen Klassen und Moralvorstellungen anspricht. Dabei gelingt es JUNGLE FEVER, Fallstricke im selbstreflexiven Reden über Rassismus zu parodieren. Nicht zuletzt ein Film über das Aufeinandertreffen der New Yorker Stadtviertel Harlem und Bensonhurst, Brooklyn.

Sunday  13.09.2020

16:30 Uhr

MALCOLM X

USA 1992. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Angela Bassett, Delroy Lindo. 202 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Ein Biopic über den charismatischen Aktivisten Malcolm Little, der sich Malcolm X und später El-Hajj Malik El-Shabazz nannte, von Anfang der 1940er Jahre bis zu seiner Ermordung 1965 (mit Rückblicken in die Kindheit in den 20er und 30er Jahren). In dieser Zeit wird Malcolm X vom Kleinkriminellen in einer Straßengang zum anerkannten – und angefeindeten – Sprecher von Elijah Muhammads „Nation of Islam“. Nach einer Pilgerreise nach Mekka wendet er sich von der Organisation ab und ändert seine Ansichten über Gewalt und Separatismus. Spike Lee verlässt sich weitgehend auf Malcolm X‘ geschönte Autobiographie und liefert das ebenso faszinierende wie problematische Portrait einer ebenso faszinierenden wie problematischen Persönlichkeit.

Tuesday  15.09.2020

20:30 Uhr

CLOCKERS

USA 1995. R: Spike Lee. D: Harvey Keitel, John Turturro, Delroy Lindo. 128 Min. 35mm. OmU (Änderung, zusätzlich dt. UT)
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

„Clockers“ sind rund um die Uhr („around the clock“) in Parks und an Straßenecken wartende Dealer, die als niedrigstes Glied der Verwertungskette Crack und andere Drogen an die Laufkundschaft zu bringen versuchen. In diesem ausweglosen Alltag aus Armut und Kriminalität zettelt ein weißer Polizeidetektiv nach dem unglaubwürdig erscheinenden Mord-Geständnis eines unbescholtenen Afroamerikaners einen hartnäckigen Kleinkrieg an, um den eigentlichen Täter aus der Reserve zu locken. CLOCKERS ist ein hochspannender psychologischer Thriller voller überraschender Wendungen und zugleich eine schonungslose Milieustudie über eine von Drogen, Waffengewalt, Armut und Perspektivlosigkeit dominierte Welt. Spike Lee äußerte dazu, dass für ihn die leichte Verfügbarkeit von Waffen und hohe Zahl an Verbrechen von Schwarzen gegen Schwarze zwei der größten ungelösten Probleme der afroamerikanischen Community seien.

Wednesday  16.09.2020

20:30 Uhr

HE GOT GAME

USA 1998. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Milla Jovovich, Ray Allen. 136 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Der junge Jesus Shuttlesworth ist ein Basketball-Ausnahmetalent, das von vielen Universitäten mit zum Teil äußerst unlauteren Mitteln umworben wird. Seinem Vater Jake, der nach einem unglücklichen Unfall für den Totschlag an seiner Frau im Gefängnis sitzt, bietet man eine Amnestie an, sollte er seinen Sohn bei der College-Wahl in gewünschter Weise beeinflussen können. Eine Woche bleibt ihm, um sich seinem Sohn wieder anzunähern, der wegen des Vorfalls eigentlich jeden Kontakt verweigert. Aus dieser Konstellation formt Lee mit bewussten Überhöhungen und stimmigen Spannungsbogen ein packendes Vater-Sohn-Drama von klassischer Eleganz. Neben der reizvollen visuellen Gestaltung mit eindrucksvollen Kamerafahrten liegt der große Clou des Films im nuancierten Einsatz der Musik, die als kommentierender Kontrapunkt dem Geschehen eine ganz neue Ebene hinzufügt.

Thursday  17.09.2020

17:45 Uhr

CLOCKERS

USA 1995. R: Spike Lee. D: Harvey Keitel, John Turturro, Delroy Lindo. 128 Min. 35mm. OmU (Änderung, zusätzlich dt. UT)
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

„Clockers“ sind rund um die Uhr („around the clock“) in Parks und an Straßenecken wartende Dealer, die als niedrigstes Glied der Verwertungskette Crack und andere Drogen an die Laufkundschaft zu bringen versuchen. In diesem ausweglosen Alltag aus Armut und Kriminalität zettelt ein weißer Polizeidetektiv nach dem unglaubwürdig erscheinenden Mord-Geständnis eines unbescholtenen Afroamerikaners einen hartnäckigen Kleinkrieg an, um den eigentlichen Täter aus der Reserve zu locken. CLOCKERS ist ein hochspannender psychologischer Thriller voller überraschender Wendungen und zugleich eine schonungslose Milieustudie über eine von Drogen, Waffengewalt, Armut und Perspektivlosigkeit dominierte Welt. Spike Lee äußerte dazu, dass für ihn die leichte Verfügbarkeit von Waffen und hohe Zahl an Verbrechen von Schwarzen gegen Schwarze zwei der größten ungelösten Probleme der afroamerikanischen Community seien.

Friday  18.09.2020

20:15 Uhr

CROOKLYN

USA 1994. R: Spike Lee. D: Alfre Woodard, Delroy Lindo, David Patrick Kelly. 115 Min. 35mm. OF
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Mit CROOKLYN blickt Spike Lee in semi-autobiografischer Weise auf seine Jugend in den 1970er Jahren im Stadtviertel Bedford-Stuyvesant, Brooklyn. Der Film, für dessen Drehbuch Lee mit seinen Schwestern Joie und Cinqué zusammengearbeitet hat, zeigt Brooklyn dabei vor der tiefgreifenden Gentrifizierung des Stadtteils als ein Zentrum afroamerikanischer Communities, in denen das Spiel auf den Straßen des Viertels und die Sozialisation durch die Fernsehsendung „Soul Train“ zentrale Bezugspunkte für die Jugend darstellten. Im Zentrum von CROOKLYN steht die sechsköpfige Familie Carmicheal um die Matriarchin Carolyn und den erfolglosen Musiker-Vater Woody. Der Film erzählt nuanciert und zwischen verschiedenen Stimmungen wechselnd aus der Perspektive von Troy, der ältesten und einzigen Tochter der Familie: vom Alltag der Familie, von Geldsorgen und anderen Problemen, von TV-Sendungen und Straßenspielen.

Saturday  19.09.2020

20:00 Uhr

MALCOLM X

USA 1992. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Angela Bassett, Delroy Lindo. 202 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Ein Biopic über den charismatischen Aktivisten Malcolm Little, der sich Malcolm X und später El-Hajj Malik El-Shabazz nannte, von Anfang der 1940er Jahre bis zu seiner Ermordung 1965 (mit Rückblicken in die Kindheit in den 20er und 30er Jahren). In dieser Zeit wird Malcolm X vom Kleinkriminellen in einer Straßengang zum anerkannten – und angefeindeten – Sprecher von Elijah Muhammads „Nation of Islam“. Nach einer Pilgerreise nach Mekka wendet er sich von der Organisation ab und ändert seine Ansichten über Gewalt und Separatismus. Spike Lee verlässt sich weitgehend auf Malcolm X‘ geschönte Autobiographie und liefert das ebenso faszinierende wie problematische Portrait einer ebenso faszinierenden wie problematischen Persönlichkeit.

Tuesday  22.09.2020

20:00 Uhr

HE GOT GAME

USA 1998. R: Spike Lee. D: Denzel Washington, Milla Jovovich, Ray Allen. 136 Min. 35mm. OmU
Filmreihe: Black Communities. Spike Lees Filme der 1980er und 90er

Der junge Jesus Shuttlesworth ist ein Basketball-Ausnahmetalent, das von vielen Universitäten mit zum Teil äußerst unlauteren Mitteln umworben wird. Seinem Vater Jake, der nach einem unglücklichen Unfall für den Totschlag an seiner Frau im Gefängnis sitzt, bietet man eine Amnestie an, sollte er seinen Sohn bei der College-Wahl in gewünschter Weise beeinflussen können. Eine Woche bleibt ihm, um sich seinem Sohn wieder anzunähern, der wegen des Vorfalls eigentlich jeden Kontakt verweigert. Aus dieser Konstellation formt Lee mit bewussten Überhöhungen und stimmigen Spannungsbogen ein packendes Vater-Sohn-Drama von klassischer Eleganz. Neben der reizvollen visuellen Gestaltung mit eindrucksvollen Kamerafahrten liegt der große Clou des Films im nuancierten Einsatz der Musik, die als kommentierender Kontrapunkt dem Geschehen eine ganz neue Ebene hinzufügt.

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