Lecture & Film

Ein Auge für die Welt: Die Filme von Satyajit Ray

Satyajit Ray (1922–1992) war der erste Regisseur aus Indien, der globale Anerkennung fand. Als Grafiker, Musiker, Schriftsteller und Regisseur gleichermaßen begabt, schuf Ray ein Werk, das alle Grenzen überschreitet: Die der Gattungen und Künste ebenso wie die der Kulturen. In der Lecture & Film-Reihe Ein Auge für die Welt. Das Kino von Satyajit Ray gehen Expert:innen der Frage nach, was Ray weiterhin wegweisend macht.

Weitere Infos auf satyajit-ray.de.

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Donnerstag  04.07.2024

20:00 Uhr

GOOPY GYNE BAGHA BYNE

Goopy singt und Bagha spielt
Indien 1968. R: Satyajit Ray. D: Tapen Chattopadhyay, Rabi Ghosh, Santhosh Dutta. 128 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Lecture: Bhaskar Sarkar (Santa Barbara)
Filmreihe: Lecture & Film

„Rays Musical aus dem Jahr 1969, das zu einem seiner größten Hits wurde, basierte auf einer Kurzgeschichte seines Großvaters für das Magazin Sandesh, das dieser 1913 gegründet hatte, um die Qualität der Literatur für Kinder in Bengalen zu verbessern. In seiner Adaption verwandelt Ray diese zauberhafte Geschichte zweier wenig talentierter Musiker in ein Musical. Er stellt dabei die folkloristischen Idiome des Originals in den Vordergrund und beschwört eine besondere bengalische Welt, die aber offen bleibt für den Rest der Welt.“ (Bhaskar Sarkar) Restored by the Satyajit Ray Preservation Project at the Academy Film Archive.

Sonntag  07.07.2024

17:30 Uhr

GHARE-BAIRE

Das Heim und die Welt
Indien 1984. R: Satyajit Ray. D: Soumitra Chatterjee, Victor Banerjee, Swatilekha Chatterjee. 140 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Ray adaptierte den gleichnamigen Roman des indischen Dichters, Musikers und Philosophen Rabindranath Tagore, der 1913 den Nobelpreis für Literatur erhielt: „Die Geschichte einer indischen Frau zwischen zwei Männern, die in das politische Geschehen von 1905 verwickelt sind, als die Engländer Bengalen in zwei getrennte Verwaltungsbezirke aufteilen wollen. (…) Eine Romanverfilmung klassischen Zuschnitts, die eine vielschichtige Reflexion bietet über Für und Wider einer liberalen, aber gewaltfreien Opposition und einer gewalttätigen nationalistischen Revolution sowie über die Stellung einer emanzipierten Inderin zwischen diesen Polen.“ (Filmdienst)

Donnerstag  11.07.2024

20:00 Uhr

PARASH PATHAR

Der Stein der Weisen
Indien 1958. R: Satyajit Ray. D: Tulsi Chakraborty, Ranibala Devi, Kali Banerjee. 90 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Lecture (am 11.07.): Neepa Majumdar (Pittsburgh)
Filmreihe: Lecture & Film

Am Ende eines verregneten Arbeitstages findet ein Bankangestellter zufällig einen geheimnisvollen Kieselstein. Wenig später stellt er fest, dass der Stein jeden Gegenstand, den er berührt, in Gold verwandeln kann und es entspinnt sich eine Geschichte zwischen Komik und Fantastik: „PARASH PATHAR von 1958 ist ein leichtfüßiges Gedankenexperiment, das von Kritik und einem gebildeten Publikum zunächst als Komödie abgetan wurde, die nur von lokalem Interesse sei, die aber Ebenen und Bezüge aufweist, die darüber weit hinausweisen. Ray sprach gerne davon, wie viel Spaß er beim Drehen hatte. Freude, eher denn Humor, ist denn auch der Schlüssel zur Stimmung dieses Films.“ (Neepa Majumdar) Restored by the Satyajit Ray Preservation Project at the Academy Film Archive with funding from The Film Foundation. Print courtesy of the Academy Film Archive.

Samstag  13.07.2024

18:00 Uhr

PARASH PATHAR

Der Stein der Weisen
Indien 1958. R: Satyajit Ray. D: Tulsi Chakraborty, Ranibala Devi, Kali Banerjee. 90 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Lecture (am 11.07.): Neepa Majumdar (Pittsburgh)
Filmreihe: Lecture & Film

Am Ende eines verregneten Arbeitstages findet ein Bankangestellter zufällig einen geheimnisvollen Kieselstein. Wenig später stellt er fest, dass der Stein jeden Gegenstand, den er berührt, in Gold verwandeln kann und es entspinnt sich eine Geschichte zwischen Komik und Fantastik: „PARASH PATHAR von 1958 ist ein leichtfüßiges Gedankenexperiment, das von Kritik und einem gebildeten Publikum zunächst als Komödie abgetan wurde, die nur von lokalem Interesse sei, die aber Ebenen und Bezüge aufweist, die darüber weit hinausweisen. Ray sprach gerne davon, wie viel Spaß er beim Drehen hatte. Freude, eher denn Humor, ist denn auch der Schlüssel zur Stimmung dieses Films.“ (Neepa Majumdar) Restored by the Satyajit Ray Preservation Project at the Academy Film Archive with funding from The Film Foundation. Print courtesy of the Academy Film Archive.

Freitag  19.07.2024

18:15 Uhr

MAHAPURUSH

Der Heilige
Indien 1965. R: Satyajit Ray. D: Charuprakash Ghosh, Robi Gosh, Satindra Bhattacharya. 65 Min. DCP. OmeU
Original version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Nach dem Tod seiner Frau ist Gurupad auf der Suche nach Seelenfrieden und erwägt es, sich dem Orden des charismatischen Gurus Birinchi Baba anzuschließen. Dieser behauptet, lange genug gelebt zu haben, um Plato, Jesus, Einstein und Buddha getroffen und beeinflusst zu haben. Satya, der Freund von Gurupads Tochter, wiederum fürchtet, dass seine Hochzeit abgesagt werden könnte, wenn seine Geliebte ein Keuschheitsgelübde ablegt, und macht sich auf, die Wahrheit über den Guru herauszufinden.

Samstag  27.07.2024

18:00 Uhr

MAHAPURUSH

Der Heilige
Indien 1965. R: Satyajit Ray. D: Charuprakash Ghosh, Robi Gosh, Satindra Bhattacharya. 65 Min. DCP. OmeU
Original version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Nach dem Tod seiner Frau ist Gurupad auf der Suche nach Seelenfrieden und erwägt es, sich dem Orden des charismatischen Gurus Birinchi Baba anzuschließen. Dieser behauptet, lange genug gelebt zu haben, um Plato, Jesus, Einstein und Buddha getroffen und beeinflusst zu haben. Satya, der Freund von Gurupads Tochter, wiederum fürchtet, dass seine Hochzeit abgesagt werden könnte, wenn seine Geliebte ein Keuschheitsgelübde ablegt, und macht sich auf, die Wahrheit über den Guru herauszufinden.