DÍAS DE CINE

DÍAS DE CINE

Das Programm der 8. Días de Cine, die 2020 kurzfristig abgesagt werden mussten, ist nun endlich auf der großen Leinwand zu sehen. In Kooperation mit Días de Cine – Lateinamerikanisches Filmfest, das im Kino des DFF vom 22. bis zum 25. Juli stattfindet, ist ab 1. Juli Ciro Guerra und Christina Gallegos BIRDS OF PASSAGE (2019) online auf DFF Kino+ abrufbar. Ab dem 22. Juli folgen dann mit NOSTALGIA DE LA LUZ (2010) und EL BOTÓN DE NÁCAR (2015) zwei Filme des renommierten chilenischen Regisseurs Patricio Guzmán anlässlich eines Screenings seines aktuellsten Films LA CORDILLERA DE LOS SUEÑOS (2019) während des Festivals vor Ort. Gemeinsam bilden die drei Dokumentarfilme eine Trilogie über die Geschichte Chiles und lohnen sich daher besonders für eine gebündelte Sichtung.

Verfügbar auf DFF Kino+

Verfügbar auf DFF Kino+

EL BOTÓN DE NÁCAR


Chile, Deutschland, Frankreich, Spanien 2015. R: Patricio Guzmán

VERFÜGBAR VON 22.07. BIS 25.08.

In dem zweiten Teil seiner Trilogie erzählt Patricio Guzmán die Geschichte Chiles als eine Kulturgeschichte des Wassers und des Pazifischen Ozeans, der den größten Teil der Ländergrenzen von Chile ausmacht. Der Film erzählt von der indigenen Bevölkerung, die als Volk von Seefahrern eine besonders enge Beziehung zum Wasser hatte, und spannt dabei einen Bogen von ihrer Auslöschung und dem Verlust ihrer kulturellen Schätze zu den Toten der Militärdiktatur, die von Pinochets Regime im Meer versenkt wurden. Die Kontinuität der Gewalt in der Geschichte Chiles kontrastiert mit den atemberaubenden Bildern der Chilenischen Landschaft. So entsteht ein poetischer Sog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eines verletzten Landes und seines einmaligen kulturellen, politischen und landschaftlichen Erbes. Der Film wurde auf der Berlinale 2015 mit dem silbernen Bären für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Trailer

NOSTALGIA DE LA LUZ


Chile, Deutschland, Frankreich 2010. R: Patricio Guzmán

VERFÜGBAR VON 22.07. – 25.08. NOSTALGIA DE LA LUZ

ist ein essayistischer Dokumentarfilm, dessen Themenspektrum sich im Laufe des Filmes als eine sehr poetische Parabel zwischen der Astronomie und der Geschichte Chiles der letzten 50 Jahre entwickelt. Seine Stärke und Faszination gewinnt der Film vor allem aus den Texten des Autors und aus den phantastischen Bildern der Wüste und des Sternenhimmels in Chile. In der unendlichen Weite der Atacama Wüste im Norden Chiles sind sechs internationale astronomische Observatorien in Betrieb. Diese gigantischen Beobachtungsstationen des Weltraums, der Sterne und ferner Galaxien sind auf dem modernsten technischen Stand und verfügen über die heutzutage umfangreichste Forschungskapazität. Die Wissenschaftler suchen in der ältesten Vorzeit die jüngsten Lichter des Universums, um mehr über die Zukunft der Erdmenschen zu erfahren. Nur einen Steinwurf von ihnen entfernt graben die Familien der Opfer Pinochets mit ihren bloßen Händen die Erde in den Massengräbern um. Sie sind auf der Suche der Körper ihrer « Verschwundenen ». Sie brauchen die Spuren einer noch ungeklärten Vergangenheit, um für sich und ihre Kinder eine Zukunft zu erfinden. In Santiago, der Hauptstadt, sucht die Regierung ebenfalls, sie sucht Reichtum und wirtschaftlichen Erfolg. Sie hat sich mit Herz und Seele dieser Aufgabe verschrieben und hofft den Erfolg in der materiellen Entwicklung des Landes zu finden. Die Vergangenheit Chiles vergisst sie dabei völlig. Diese drei Suchaktionen sind der Dreh- und Angelpunkt des Dokumentarfilms NOSTALGIA DE LA LUZ.

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