IXCANUL VOLCANO

IXCANUL VOLCANO  Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans
Guatemala/Frankreich 2015. R: Jayro Bustamante
D: María Mercedes Coroy, María Telon, Manuel Antún, Justo Lorenzo, Marvin Coroy, Fernando Martinez. 91 Min

Im Mittelpunkt des Films steht die der Maya-Ethnie Cakchiquel angehörende junge Frau María. Sie lebt mit ihren Eltern Juana und Manuel auf einer Kaffeeplantage am Fuße eines aktiven Vulkans. Tag für Tag geht sie gemeinsam mit ihrer Mutter den alltäglichen Aufgaben nach: Sie pflücken Kaffee, füttern die Schweine und bringen dem Vulkan Opfergaben dar. María soll verheiratet werden, träumt aber von einem anderen Leben. In der Hoffnung, dass er sie mitnimmt, wenn er in die USA auswandert, gibt sie sich dem Plantagenarbeiter Pepe hin. Doch der junge Mann lässt María zurück – schwanger. Zugleich bedroht eine Schlangenplage auf der Plantage die Existenzgrundlage der Familie. Man verfolgt die junge Frau, die wenig spricht und doch eine starke Präsenz auf der Leinwand hat, bei jedem Schritt der zunehmend dramatischen Handlung.

Beide Filme sind nah an seiner Protagonistin und begleitet diese bei ihren alltäglichen, oft beschwerlichen Tätigkeiten. In wunderschönen, ruhigen Bildern und langen Einstellungen lernen die Zuschauer/innen einen Alltag kennen, den ein enges Verhältnis zur Natur ebenso prägt wie eine enge zwischenmenschliche Verbundenheit – hier vor allem die zwischen Tochter und Mutter. Es sind vor allem die Bilder, die Auskunft geben über Beziehungen, über Rituale und Traditionen – Bilder vom Schlachten eines Hoftiers oder vom Ankleiden der Braut an ihrem Hochzeitstag.

Der Film thematisiert zudem ein Problem, das viele indigene Bevölkerungsgruppen auf der Welt teilen: die fehlende Anerkennung ihrer Rechte, die auch darin Ausdruck findet, dass viele Indigene ihre Sprache im Alltag, z.B. bei Behördengängen, nicht nutzen können und so Möglichkeiten des Missbrauch ausgeliefert sind.

Verfügbar auf Filmingo

Streamingtipp von:

Naima Wagner
Naima Wagner

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