Carte Blanche. Jasmin Tabatabai

Carte Blanche: 20 Jahre Bandits.

Wunschfilmreihe von Nicolette Krebitz, Katja Riemann und Jasmin Tabatabai

Das Kino des DFF ehrt jedes Jahr Persönlichkeiten des deutschen Films einen Monat lang mit einer Carte blanche. Anlässlich des 20. Jubiläums von Katja von Garniers Kultfilm BANDITS um eine Frauenband, die aus dem Gefängnis flieht, haben Nicolette Krebitz, Katja Riemann und Jasmin Tabatabai jeweils drei Werke aus der Filmgeschichte ausgewählt, die sie besonders geprägt und beeinflusst haben. Vor jedem Film wird eine Videobotschaft eingespielt. Am Sonntag, 24. September 2017, waren die drei Schauspielerinnen persönlich zu Gast im Kino. Im Foyer des DFF wurde aus diesem Anlass zur Vorstellung von BANDITS das originale, im Film eingesetzte Schlagzeug ausgestellt.

Jasmin Tabatabai wählte Jafar Panahis preisgekrönten Erstlingsfilm BADKONAKE SEFID, den Tanzfilm-Klassiker SINGIN’ IN THE RAIN mit Gene Kelly sowie Ridley Scotts BLADE RUNNER, dessen Director’s Cut vorgeführt wird.

Film: BADKONAKE SEFID Der weiße Ballon
Iran 1995.
R: Jafar Panahi.
D: Aida Mohammadkhani, Mohsen Kafili, Fereshteh Sadre Orafaiy.
85 Min. 35mm. OmU

BADKONAKE SEFID ist der erste Spielfilm von Regisseur Jafar Panahi, der in Cannes 1995 mit der Caméra d’Or für den Besten Debütfilm und dem Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet wurde. Die siebenjährige Razieh wünscht sich einen Goldfisch, der traditioneller Bestandteil des iranischen Neujahrsfestes ist. Mit ihrem Bruder fleht sie ihre Mutter an, bis diese ihnen ihre letzte Banknote überlässt. Auf dem Weg zur Tierhandlung erlebt Razieh so manches Abenteuer und verliert dabei das Geld. Mehrere Teheraner/innen versuchen zu helfen, während der Jahreswechsel immer näher rückt.

Film: BLADE RUNNER
USA 1982 / 1993 * .
R: Ridley Scott.
D: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young.
117 Min. 35mm. OmU. Director’s Cut

In der dystopischen Zukunftsversion wird die Erde von Dauerregen heimgesucht, die Städte sind verschmutzt und viel zu dicht besiedelt. Der einzige Lichtblick ist die Hoffnung auf das Leben auf einem fremden Planeten, der von gentechnologisch entwickelten Replikanten erschlossen wurde. Der Aufenthalt auf der Erde ist den Replikanten jedoch verboten. Als einige Replikanten ein Raumschiff kapern, Menschen töten und auf die Erde fliehen, erhält Blade Runner Rick Deckard die Aufgabe, sie aus dem Verkehr zu ziehen. Vorlage für den Science-Fiction Kultfilm war Philip K. Dicks Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep?“

Film: SINGIN‘ IN THE RAIN
USA 1952.
R: Gene Kelly, Stanley Donen.
D: Gene Kelly, Donald O’Connor, Debbie Reynolds.
103 Min. DCP. OmU

Die fröhliche Anni verkauft von morgens bis abends Fahrkarten am Berliner U-Bahnhof Wallensteinplatz. Der Postflieger Hans ist Nacht für Nacht von Berlin nach Hannover unterwegs. Eines Tages hat es Hans so eilig, dass er Anni das Geld für sein U-Bahn-Ticket schuldig bleibt. Anni ist empört und muss das Geld aus eigener Tasche erstatten. Doch in der Folge verlieben sich die beiden – auch wenn sie sich wegen ihrer unterschiedlichen Arbeitszeiten immer nur ein paar Minuten morgens und abends sehen können. Das Drehbuch für die charmante Musikkomödie stammt von Billy (damals noch Billie) Wilder.

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