augen|blicke. portraits von birgit kleber

Die Fotoausstellung wird verlängert und ist vom 6. April bis 12. Mai erneut zu sehen

 

„Ich will die berühmten fünf Minuten“

Ein intensiver, durchdringender Blick. Ein scharfer Zug um die Lippen, ein verschmitztes Lächeln oder ein Augenpaar, so tief wie das Meer. In 91 prominente Gesichter blicken Besucher/innen der neuen Sonderausstellung augen|blicke. portraits von Birgit Kleber, die am Dienstag, 8. Januar, im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum eröffnet. Der Eintritt ist frei.

25 Jahre lang hat die Berliner Fotografin deutsche und internationale Filmstars auf der Berlinale fotografiert: Monica Bellucci und Chloë Sevigny, Willem Dafoe und Shootingstar Franz Rogowski, Regisseur Wim Wenders, Produzent Artur Brauner sind nur einige von ihnen. In immer derselben Haltung, immer in einem ähnlichen Setting. Immer auf der Suche nach dem besonderen Moment. „Ich will die berühmten fünf Minuten“, sagt sie. Zeit genug für Augenblicke, die überraschend Persönliches offenbaren: Menschen mit ihrer Lebensgeschichte, ihren Gefühlen, in ihrer ganzen Verletzlichkeit.

Dicht an dicht sind die Portraits in Petersburger Hängung im Erdgeschoss und Kinofoyer des DFF angeordnet. Schwarzweiß hängt neben Farbe, Männer neben Frauen, alt neben jung. „Ich mag starke Kontraste“, sagt Birgit Kleber. Kein Glas, keine Spiegelung, keine Ablenkung. Das verstärkt den Eindruck, seinem Gegenüber direkt in die Augen zu schauen und umgekehrt „angeguckt zu werden“, so die Fotografin. „Entscheidend ist die körperliche Anspannung. Sitzend, nach vorne gebeugt. Dann konzentrieren die sich nämlich.“ Die so entstandenen Fotografien erzeugen eine eigentümliche Spannung im Raum, zwischen der Bildfläche und dem/der Betrachter/in, zwischen mir und dir, zwischen öffentlich und hochpersönlich, zeigen entwaffnende Details im vermeintlich Bekannten.

Wegen des großen Interesses ist die Ausstellung noch bis zum 12. Mai zu sehen – erweitert um Portraitaufnahmen, die Birgit Kleber bei der diesjährigen Berlinale machte und die im DFF zum ersten Mal präsentiert werden. Die neuen Portraits, darunter ein bei einem exklusiven Shooting entstandenes Foto von Charlotte Rampling, die 2019 den Berlinale Ehrenbären erhielt, sind auf der großen Leinwand im Foyer zu sehen und ergänzen die gerahmten Fotografien. Im Zeitraum vom 11. März bis zum 5. April ist die Ausstellung aufgrund einer Kunstinstallation nur sehr eingeschränkt zu sehen.

Finissage am 12. Mai

Anlässlich der Finissage wird auf der großen Leinwand im Erdgeschoss eine exklusive, von Birgit Kleber kuratierte Zusammenstellung von 60 weiteren Werken projiziert. Darunter auch ihre neuesten, auf der diesjährigen Berlinale entstandenen Porträts. Um 13 Uhr zeigt das Kino des DFF das Porträt BERLIN IM FILMFIEBER, das im Auftrag der Deutschen Welle entstanden ist und drei Frauen, unter ihnen Birgit Kleber, während der 69. Berlinale im Februar 2019 begleitet. Vor und nach der Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit Birgit Kleber und Rainer Traube, verantwortlicher Redakteur der Deutschen Welle.

 

Kontakt

Ausstellungsabteilung
Stefanie Plappert
+49 69 961 220
ausstellungen@dff.film

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