TERZA VISIONE – 8. FESTIVAL DES ITALIENISCHEN GENREFILMS

(20.-24.07.2022 im Kino des DFF)

Terza Visione

Nach drei Ausgaben in Nürnberg und 2017 dem erfolgreichen Umzug nach Frankfurt sah sich das Festival des italienischen Genrefilms durch die Pandemie wie viele andere mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die 8. Ausgabe von TERZA VISIONE kehrt nach dem Ausfall im vorletzten Jahr und der wundervollen Sonderausgabe in der Schauburg Karlsruhe im letzten Jahr nun dieses Jahr endlich wieder ins Kino des DFF nach Frankfurt zurück und behält dabei die sehr positiv aufgenommene Verlängerung des Zeitraums bei: Von Mittwoch bis Sonntag, 20.-24.07.2022, erwartet Interessierte und Fans eine Reise durch die bunte und vielfältige Welt des italienischen Genrekinos!

Kontakt

Andreas Beilharz
Tel.: +49 69 961 220 – 504
E-Mail: Beilharz@dff.film

„Terza Visione“ bedeutet „Dritte Spielzeit“ und ist einer früher in Italien üblichen Bezeichnung für Nachspielkinos entlehnt. Im Fokus steht das populäre italienische Kino der 1950er bis 1980er Jahre, das in seiner Blütezeit einen Großteil der nationalen Filmproduktion ausmachte und erfolgreich in alle Welt exportiert wurde. Der schiere Umfang dieses filmischen Kosmos brachte unterschiedliche Metamorphosen und künstlerische Handschriften hervor, die das Programm facettenreich und mit fachkundigen Einführungen beleuchtet.

Nach entsprechenden Vorprogramm-Vorstößen im letzten Jahr wird das Länder-Spektrum diesmal ganz bewusst erweitert: Es wird (vermutlich zum Abschluss am Sonntag) einen „internationalen Tag“ geben, der dem Umstand der länderübergreifenden Co-Produktionen und ästhetischen Beeinflussungen der europäischen Genrekino-Blütephase der 1960er und 70er Jahre Rechnung trägt. In Zeiten, in denen erstarkende nationalistische Tendenzen grausige Folgen nach sich ziehen, scheint dem Festivalteam das sanfte Aufweichen der strikten Begrenzung auf Italien nicht das schlechteste Signal. Und vor allem ist es eine inhaltliche Bereicherung, da die cinephilen Leidenschaften des Teams immer länderübergreifend waren und es dem Prinzip Rechnung tragen möchte, dass „Terza Visione“, die dritte Sichtung, in Italien selbst nicht nur italienische Filme, sondern Filme aus der ganzen Welt mitmeinen konnte und es einst auch die Filmindustrien waren, die die europäische Idee vorantrieben, durch ihren gemeinsamen, omnivoren Hunger auf neues Futter für unersättliche Kinosäle.

Als ersten Titel dieses Vorhabens im diesjährigen Festivalprogramm kann bereits eine aus Frankreich geborgene, ultra-seltene Unikatkopie von Jean Rollins Schauerromantik-Hauptwerk LA ROSE DE FER (Die eiserne Rose, 1973) angekündigt werden! Und ansonsten als weitere erste Titel im Programm der schon länger auf dem Wunschzettel stehende und nun angesichts der gleichnamigen Corona-Mutante sich förmlich aufdrängende OMICRON (Herr Doktor, die Leiche lebt, 1963) von Ugo Gregoretti sowie das vielverehrte Brachial-Inferno MILANO ODIA: LA POLIZIA NON PUÒ SPARARE (Der Berserker, 1974) aufgeboten werden, um dabei auch das vom Festival bislang noch zu wenig gewürdigte furiose Dreigestirn Umberto Lenzi, Tomás Milián und Henry Silva auf der großen Leinwand zu entfesseln.

Weitere Ankündigungen, darunter mit etwas Glück auch Gästebesuch aus Italien, werden demnächst folgen.

Updates und Infos zum Festival auch unter: www.facebook.com/terzavisione