Konstellationen filmischen Wissens // Constellation 2.0

Sternbilder inspirieren virtuelle Museumserfahrung

Sternenbilder reflektieren Geschichten von Held:innen, Göttern, Sagen und Abenteuern. Sie zeugen von kreativer Erzählkunst, die Jahrtausende weit zurückreicht. Fast seit Anbeginn der Seefahrt und lange vor GPS und Satelliten-Navigation nutzen Entdecker:innen, Pirat:innen und Handelsreisende die Konstellationen der Sterne und ihre fantasievollen Verknüpfungen, um entlang fremder Küsten und in den Weiten der Meere den richtigen Weg zu finden. Schon früh verknüpften die Menschen diese Konstellationen zu Geschichten. So wurde in der griechischen Mythologie die Nymphe Callisto von Zeus‘ eifersüchtiger Frau Hera in einen Großen Bären verwandelt, der in der Folge als Sternenbild am Nachthimmel zu sehen war und ist. 

Auch die Archive des DFF stecken voller Geschichten und es lädt seine Besucher:innen ein, diese von 2024 an im Projekt Konstellationen filmischen Wissens – Constellation 2.0 zu entdecken. Von ausgewählten Ausstellungsstücken aus haben Besucher:innen die Möglichkeit, im virtuellen Raum spannende Verbindungen zu weiteren Objekten in den Ausstellungen, Archiven und Sammlungen des DFF und seiner Projektpartner zu entdecken. Entlang kuratierter Storylines entstehen immer wieder neue und vielfältige Konstellationen filmischen Wissens weit über die Ausstellungsräume des DFF hinaus.

Kontakt

Katharina Ewald
Projektleiterin | Digital Project Manager
Constellation 2.0 | Konstellationen filmischen Wissens
Tel: +49 69 961 220 404
ewald@dff.film

Constellation-Partner ACMI in Australien 

In Zusammenarbeit mit dem Museum for Screen Culture ACMI erforscht das DFF seit August 2021 diese neuartige hybride Herangehensweise ans Geschichtenerzählen und Kuratieren. Das ACMI in Melbourne hat das Constellation-Modell mit seiner speziell entwickelten Lens (dt.: Linse) bereits in sein Ausstellungskonzept integriert. Auf der Lens befindet sich ein Chip, der das kontaktlose Abscannen und „Sammeln“ von Museumsobjekten ermöglicht. Die gesammelten Objekte werden auf der Lens gespeichert und können an interaktiven Medienstationen angezeigt werden. Sammler:innen können von dort aus entlang ansprechend erzählter und informativer Geschichten Verbindungen zu weiteren Objekten aus der visuellen Kunst entdecken. Auf Basis dieser Erfahrungen entwickelt das DFF für seine Besucher:innen derzeit sein eigenes Konzept, um – in Kooperation mit dem ACMI und anderen – eine virtuelle Erweiterung des DFF-Besuchs zu ermöglichen. Beratende Unterstützung erhält das Projekt aus der Frankfurter Kreativwirtschaft von MESO Digital Interiors

Zwei Hände halten eine Papp-Scheibe, auf der ACMI steht
Interaktiver Constellation-Touchscreen und das Sammel-Tool "Lens" im Museum for Screen Culture ACMI

Constellation 2.0 Regional: Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt 

Die Regional-Variante der Constellation 2.0 verknüpft die Objekte des DFF mit den umfangreichen Sammlungen aus Kunst- und Erdgeschichte des Hessischen Landesmuseum Darmstadt (HLMD). Aus den fossilen Funden der Grube Messel über Design- und Handwerks-Kunst bis hin zu Werken aus dem mehrere Räume umfassenden Block Beuys wählen Museumspädagog:innen des HLMD Exponate aus, die untereinander und museumsübergreifend mit den Objekten des DFF über Stories in ungewohnte, teils bemerkenswerte und  interessante Beziehungen gesetzt werden. Mehr Informationen zum Projektstatus und Projektdetails in unserem Blog unter www.dff.film/start-constellation-2-0-regional/

„Constellation 2.0 Regional“ wird gefördert von der Aventis Foundation und dem Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main. 

Kolleg:innen des HLMD und DFF vor Schaukasten
Kolleg:innen des HLMD und DFF im Gespräch über Objekte des Landesmuseums

Neugierig? Einfach mitmachen! 

Für die technische Umsetzung testet das DFF gemeinsam mit dem Digital-Partner MESO Digital Interiors unterschiedliche Lösungen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte auf das Museums-Erlebnis legen. Interessierte Besucher:innen sind herzlich eingeladen, sich für die wiederkehrenden Prototyping Labs, in denen Zwischenschritte des Projektes spielerisch ausprobiert werden können, registrieren zu lassen und die aus dem Projekt entstandenen Ideen gemeinsam mit dem Team des DFF zu betrachten und zu untersuchen. Funktionieren die angebotenen Pfade? Welche Objekte interessieren die Besucher:innen? Welche Verbindungen möchten sie besser verstehen, welche Geschichten hören? Besucher:innen und Kurator:innen wollen gemeinsam neue Wege durch die Ausstellung, die Archive und Sammlungen erkunden und ebnen. Wo möchten die Besucher:innen mit uns hin? 

Wer sich als Teilnehmer:in registrieren lassen möchte, schreibt eine E-Mail an Projektleiterin Katharina Ewald unter ewald@dff.film. Über unser erstes Prototyping Lab im März 2022 berichten wir in unserem Blog unter www.dff.film/prototyping-lab/  

Zwei Menschen schauen auf ein Smartphone
Besucher:innen des Prototyping Lab im Frühjahr 2022

Hereingelauscht: Unsere Podcasts zur Constellation 2.0 

Zugegeben: Die Constellation 2.0 ist gar nicht so einfach zu erklären. Deshalb führen wir Gespräche mit den Menschen, die sich wirklich gut damit auskennen und veröffentlichen die Unterhaltungen alle zwei bis drei Monate als Podcasts auf unserer Webseite. 

Podcast 1: Was ist Constellation 2.0?

Projektkoordinatorin Katharina Ewald erzählt von Geschichten, die Besucher:innen im Projekt Constellation 2.0 entdecken können, das den Museumsbesuch in den virtuellen Raum erweitert.

Podcast 2: Hybride Raumgestaltung

Wie können Museumsräume so gestaltet und virtuell erweitert werden, dass sie für ganz verschiedene Typen von Besucher:innen interessant bleiben? Darüber spricht Projektleiterin Katharina Ewald mit MESO Geschäftsführer Sebastian Oschatz im zweiten Constellation-Podcast.

Konstellationen filmischen Wissens // Constellation 2.0 wird gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes.