Filmarchiv

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Zentrale Aufgabe des Filmarchivs ist die Sammlung, der Erhalt und die Restaurierung von Filmen. Film als mediales Gedächtnis und Bestandteil des kulturellen Erbes wird dabei nicht nur archiviert, sondern der Öffentlichkeit via Verleih in seiner originären Materialität und Präsentationsform zugänglich gemacht.

Unter den rund 20.000 Filmwerken des Archivs finden sich Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme, aber auch Amateur- und Experimentalfilme. Zur Sammlung gehören Filme des frühen Kinos, der deutsche Avantgardefilm der 1920er und 30er Jahre, Klassiker des Kinos der Weimarer Republik, des Neuen Deutschen Films und des europäischen Autorenkinos. International bedeutend ist die Sammlung historischer deutscher Filme vor 1945 sowie der Bestand zum Animationsfilm mit Werken von Lotte Reiniger, Oskar Fischinger und der Brüder Diehl. Einen besonderen Schwerpunkt bilden der Werbe- und der Industriefilm. Mit der Sammlung der Münchner Insel-Film etwa stehen mehr als 5.000 Werbefilme aus der Geschichte der Bundesrepublik zur Auswertung bereit.

Die Sammlung umfasst nicht nur Filmwerke im klassischen Kinoformat 35mm und 16mm, sondern auch Amateurfilmformate in 8mm, 9,5mm oder 17,5mm. Hinzu kommen Filme im seltenen 28mm-Format, im Breitwandformat 70mm sowie verschiedene Video- und Digitalformate. Durch Ankäufe und Schenkungen, aber auch Einlagerungen, Deposita und Kooperationen mit Filmschaffenden, Produktions- und Verleihfirmen, Sammler/innen und Privatpersonen wird der Bestand kontinuierlich erweitert.

Regelmäßig werden vom DFF Filme aufwändig analog und digital restauriert. Dazu zählen etwa HAMLET (D 1920/21) mit Asta Nielsen oder DIE HOCHBAHNKATASTROPHE (D 1921) von Valy Arnheim.

Filme sollen nicht nur aufbewahrt, sondern auch gezeigt werden. Deshalb steht ein bedeutender Teil des Bestands für den internationalen Filmverleih zur Verfügung. Aus rund 6.500 Titeln von der Stummfilmzeit bis zu aktuellen Produktionen können Kinos, Festivals und Kulturveranstalter derzeit wählen. Es finden sich darunter deutsche Klassiker wie NOSFERATU (D 1922) oder METROPOLIS (D 1927), aber auch in- und ausländische Titel wie HIGH NOON (USA 1952), SISSI (AT 1955) oder WIR WUNDERKINDER (D 1958). Das Verleihprogramm ist auf der Website publiziert und wird laufend erweitert.

Das Filmarchiv ist in großzügigen Räumlichkeiten im Wiesbadener Stadtteil Biebrich untergebracht und ist wissenschaftlichen sowie privaten Nutzer/innen nach vorheriger Anmeldung zugänglich.

Kontakt

Thomas Worschech (Leitung)
Tel.: +49 69 961 220 – 581
worschech@dff.film

Michael Schurig
Tel.: +49 611 9700 – 012
Fax: +49 611 9700 – 015
schurig@dff.film

Anke Mebold (Restaurierung)
Tel.: +49 611 9700 – 016
Fax: +49 611 9700 – 015
mebold@dff.film

Recherche: Sichtungen am Schneidetisch

Sichtungen in Wiesbaden sind nach telefonischer Terminabsprache möglich.

Die Bestände stehen jederzeit Wissenschaftler/innen, Studierenden sowie Privatpersonen in unserem Filmarchiv zur Verfügung. Nach einer telefonischen Voranmeldung können die Filme an den Schneidetischen gegen folgende Nutzungsgebühren gesichtet werden:

Kommerzielle Sichtung: 30 Euro pro angefangene Stunde
Private Sichtung: 15 Euro pro angefangene Stunde
Wissenschaftliche Sichtung: 10 Euro pro angefangene Stunde
Studierende unter Vorlage eines gültigen Ausweises: 5 Euro pro angefangene Stunde

Um eine telefonische Voranmeldung wird gebeten.

Weitere Recherchemöglichkeiten:

Sie können im Verleihprogramm nach einem gewünschten Film recherchieren und telefonisch oder per E-Mail anfragen.

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