ERASMUS+-Projekt: „Exploring, Cinéma cent ans de jeunesse“ (E*CCAJ)

Über alle Grenzen hinweg vereint die Liebe zum Kino Menschen aus aller Welt. Wie groß seine verbindende Kraft ist, zeigt das internationale Filmbildungsprojekt „Le Cinéma, cent ans de jeunesse“ (CCAJ), das den Film in Frankreich in der schulisch-ästhetischen Erziehung neben den anderen Künsten verankert hat.

CCAJ wurde 1995 von einem Kollektiv um den Filmemacher und Filmtheoretiker Alain Bergala und der Pädagogin Nathalie Bourgeois, Gründerin der Filmbildungsabteilung der Cinémathèque française, in Paris, gegründet und wurde über 25 Jahre lang von der Cinémathèque française verantwortet.

Seit 2021 wird das Programm von dem Verein „Cinéma, cent ans de jeunesse!“ (CCAJ) getragen und dabei vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und den Institutionen „Documentaire sur grand écran“ sowie „Ciné 104, Pantin“ unterstützt.

Unter Leitung des DFF in Frankfurt soll die wegweisende, jahrzehntelange Filmvermittlungs-Arbeit von CCAJ nun in den kommenden drei Jahren in einem Erasmus+-Projekt, begleitet von zwei Universitäten, evaluiert werden. „Exploring, Cinéma cent ans de jeunesse“ (E*CCAJ) heißt das Vorhaben, das von einem Konsortium aus Kulturinstitutionen und Schulen aus Deutschland, Frankreich, Bulgarien und Portugal sowie den Universitäten Sorbonne Nouvelle Paris und der Universität Bremen vorangetrieben wird. Der Auftakt hierfür fand am 16. März an der Universität Sorbonne in Paris statt.

Mit dem neuen Projekt wird das französische Bildungsprogramm CCAJ erweitert und vertieft. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, die Wirkung von ästhetischer Filmbildung und kultureller Teilhabe auf die Entfaltungsmöglichkeiten von Jugendlichen einzuschätzen. Die teilnehmenden Schulen (IGS Herder in Frankfurt, ObU „Neofit Rilski“ in Dermantsi/Bulgarien, Collège THOMAS MANN in Paris/Frankreich, Escola Secundária Marquês de Pombal in Lissabon/Portugal) wurden nach den Zielen „Vielfalt und Inklusion“ des Erasmus+ Programms ausgewählt. Diese CCAJ-Workshops werden in den Schuljahren 2022/23 und 2023/24 von den Universitäten in ihrer Arbeit begleitet, ihre Teilnehmer werden interviewt, um eine Evaluation durchzuführen. Für 2024 ist die Veröffentlichung einer Publikation zu CCAJ geplant.

Durch das Erasmus+-Projekt wird die Abschlussveranstaltung, die im Sommer 2022 noch wie stets in der Pariser Region stattfindet, im Sommer 2023 nach Wiesbaden/Frankfurt und dann 2024 nach Lissabon wandern. Dorthin reisen dann auch Schüler:innen aus elf Ländern, die weltweit an dem Programm CCAJ teilnehmen.

Die aktiv an E*CCAJ beteiligten Partner sind neben dem DFF das Arte Urbana Collectif (Bulgarien), Os Filhos de Lumiere – associacao cultural (Portugal), das Zentrum für Medien-, Kommunikations-, und Informationsforschung (ZeMKI, Universität Bremen) sowie das Institut de Recherche sur le Cinéma et l’Audiovisuel (IRCAV, université Sorbonne Nouvelle) in Paris.

Das Atelier 2021/22 der IGS Herder wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Projekt KUNSTVOLL ermöglicht.

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Exploring Cinéma, cent ans de jeunesse wird von ERASMUS+ und der BHF Bank Stiftung unterstützt.

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Gruppenfoto von Schülerinnen und Schüler

Kontakt

Christine Kopf
Tel.: +49 69 961 220 – 308
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