ABCinema

Filmvermittlung im Europäischen Austausch

Minifilm ABCinema

Brauchen Kinder im Vorschulalter Filme mit Identifikationsfiguren und eine linearen Erzählung? Oder sind sie auch offen für abstrakte Filme? Diesen Fragen geht das Deutsche Filminstitut im von der Robert Bosch Stiftung geförderten Pilotprojekt „MiniFilmclub“ nach, dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie man Kindern zwischen vier und sechs Jahren Film als Kunstform und ästhetische Erfahrung vermitteln kann. Die Kinder aus zwei Frankfurter Vorschuleinrichtungen besuchen seit September 2014 regelmäßig das Deutsche Filmmuseum und lernen dabei Film als Kunst und das Kino als spezifischen Aufführungsort kennen. Nach der Sichtung von Avantgardefilmen beschäftigen sie sich in Aktiveinheiten mit ästhetischen Prinzipien des Filmemachens und gehen im Anschluss mit geschärfter Wahrnehmung erneut ins Kino. Im Alltag hält der Film (in Gestalt von DVDs) auch Einzug in die Einrichtungen und tritt als gleichberechtigtes Angebot neben die Kinderbücher.

Jetzt wird der MiniFilmclub sogar europäisch. Denn gemeinsam mit fünf weiteren führenden europäischen Kinematheken und Kinoinstitutionen (Fondazione Cineteca di Bologna, Cinémathèque Royale de Belgique, Les enfants de cinema Paris, EYE Film Institute Netherlands, Watershed Bristol) nimmt das Deutsche Filminstitut an dem von der Europäischen Union geförderten Projekt ABCinema teil.

Es hat sich zum Ziel gesetzt, die nächste Generation von Kinozuschauern neugierig auf Film als Kunstform und als bedeutenden Teil unseres kulturellen Erbes zu machen.
Zugleich soll der Grundstein für eine zukünftige Zusammenarbeit gelegt und ein Best Practice-Austausch zwischen den Institutionen erreicht werden. Alle Partner arbeiten seit Jahren erfolgreich und innovativ mit verschiedenen Zielgruppen auf dem Gebiet der Filmbildung.

Ob in den Ausstellungen, im Kino, in der Museumspädaogik oder in Projekten außerhalb des Museums verfolgt das Deutsche Filminstitut das zentrale Ziel, Filmkultur zu vermitteln. Dabei gilt es, die Wahrnehmung der Besucher/innen zu schärfen, sie für die Wirkungsweise des bewegten Bildes zu sensibilisieren und so die Filmkompetenz (der englische Begriff „film literacy“ betont die Bedeutung dieser Kulturtechnik) zu stärken.

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