Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Der Wiener Charakterdarsteller Adolf Wohlbrück (1896-1967) gehörte seit den 1930er Jahren zu den wichtigsten und erfolgreichsten Schauspielern im deutschsprachigen Raum. In vielseitigen Rollen vom Verführer und Charmeur bis zum Abenteurer und düsteren Charakter überzeugte der Tausendsassa und Meister der Verwandlungskunst an der Seite führender Regisseure. Als Gegner der Nationalsozialisten ging Wohlbrück 1936 ins Exil nach England und wurde dort ebenfalls ein Star unter dem Namen Anton Walbrook.

Filmstill DER ZIGEUNERBARON

Donnerstag  01.08.2019

20:15 Uhr

ZIGEUNERBARON

Deutschland 1935. R: Karl Hartl. D: Adolf Wohlbrück, Hansi Knoteck, Fritz Kampers. 113 Min. 35mm
Einführung: Dr. Rosemarie Killius (Filmhistorikerin und Wohlbrück-Expertin)
Filmreihe: Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Einer der größten Erfolge Adolf Wohlbrücks: Sandor stellt sich als frecher Fremder auf den Marktplatz und verhöhnt in einem Spottlied den Schweinezüchter Zsupan. Das ganze Dorf lacht über Sandors Reime, denn der fette Zsupan ist nicht gerade beliebt im Dorf, hat er sich doch einst den großen Besitz des Herrn von Barinkay nach dessen Flucht unter den Nagel gerissen. Zsupan selbst hält das Lied freilich für eine ernst gemeinte Ehrung. Doch was hat Sandor wirklich vor?

Dienstag  06.08.2019

18:00 Uhr

MASKERADE

Österreich 1934. R: Willi Forst. D: Adolf Wohlbrück, Paula Wessely, Olga Tschechowa. 104 Min. 35mm
Filmreihe: Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Adolf Wohlbrück als charmanter Verführer in Willi Forsts aufwändiger Sitten- und Liebesgeschichte, Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien: Anita ist mit Hofkapellmeister Paul verlobt. Auf einem Faschingsball trifft sie auf ihren ehemaligen Geliebten, den Kunstmaler Heideneck. Obwohl Anita ungehemmt mit ihm flirtet, interessiert sich Heideneck nur für Gerda. Nur mit einer Maske und einem Muff bekleidet, lässt sich diese von ihm malen. Durch Zufall gelangt das brisante Bild an die Öffentlichkeit und Anita sinnt auf Rache.

Dienstag  13.08.2019

18:00 Uhr

DER KURIER DES ZAREN

Deutschland/Frankreich 1936. R: Richard Eichberg. D: Adolf Wohlbrück, Lucie Höflich, Maria Andergast, Theo Lingen. 93 Min. 35mm
Filmreihe: Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Aufwändige Verfilmung des Abenteuerromans Michel Strogoff von Jules Verne: Im Auftrag des Zaren soll Michael Strogoff geheime Aufmarschpläne in die von Tataren belagerte Stadt Irkutsk bringen. Inkognito macht er sich auf die lange und gefährliche Reise nach Sibirien, ständig verfolgt von den Komplizen des Tatarenführers Ogareff. Adolf Wohlbrück brilliert hier als faszinierender russischer Abenteurer.

Dienstag  20.08.2019

18:00 Uhr

GASLIGHT

Gaslicht. Großbritannien 1940. R: Thorold Dickinson. D: Anton Walbrook, Diana Wynyard, Frank Pettingell. 84 Min. DCP. OF
Filmreihe: Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Alice Barlow wird in ihrem Haus überfallen und brutal ermordet. Der Mörder stellt das ganze Haus auf der Suche nach Barlows wertvollen Edelsteinen auf den Kopf. Wegen seiner grausamen Vergangenheit steht das Haus viele Jahre lang leer. Dann entschließt sich das Paar Bella und Paul Mallen zum Kauf des Hauses. Doch irgendetwas hier scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Anton Walbrook gibt hier den zwielichtigen Paul, der Bella in den Wahnsinn treibt.

Dienstag  27.08.2019

18:00 Uhr

LA RONDE

Der Reigen. Frankreich 1950. R: Max Ophüls. D: Adolf Wohlbrück, Simone Signoret, Serge Reggiani. 97 Min. Blu-ray. OmeU
Einführung: Dr. Rosemarie Killius (Filmhistorikerin und Wohlbrück-Expertin)
Filmreihe: Klassiker & Raritäten: Adolf Wohlbrück

Wien, um 1900: Adolf Wohlbrück führt als allwissender Conférencier in ständig wechselnden Kostümen durch eine Reihe von Liebesaffären. Regisseur Max Ophüls verfilmte 1950 erstmals das für die Bühne verbotene Stück von Arthur Schnitzler. Mit opulenten Schwarzweiß-Bildern schuf er eine ebenso heitere wie ironische Komödie, die auch heute noch mit ihrer erfrischenden Unangepasstheit begeistert. „Die Darsteller/innen sind so verführerisch wie das Drehbuch“, urteilte die New York Times.

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