In Memoriam Günter Lamprecht

Am 4. Oktober starb im Alter von 92 Jahren der Schauspieler Günter Lamprecht. Eingeprägt hat sich nicht nur seine Darstellung des Franz Biberkopf in Rainer Werner Fassbinders Fernsehverfilmung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz. Ebenso brillierte er in einer Reihe weiterer, heute weniger bekannter Filme, von denen zwei im Kino des DFF zu sehen sind.

Dienstag  13.12.2022

18:00 Uhr

DAS BROT DES BÄCKERS


BRD 1976. R: Erwin Keusch. D: Bernd Tauber, Günter Lamprecht, Maria Lucca. 117 Min. 35mm
Filmreihe: In Memoriam Günter Lamprecht

DAS BROT DES BÄCKERS, Erwin Keuschs Spielfilmdebüt, erzählt über einen Zeitraum von vier Jahren von den Erlebnissen und Erfahrungen seiner Hauptfigur Werner Wild. Dieser fängt zu Beginn in einer fränkischen Kleinstadt eine Lehre als Bäcker an. Es handelt sich um einen „Kleinbetrieb mit Familienanschluss“. Hier wird noch nach handwerklichem Ideal gebacken, doch die wirtschaftliche Lage ist schwierig, denn die Supermarktkonkurrenz scheint übermächtig. Geschickt verbindet Keusch persönliche und soziale Probleme und malt zugleich ein sehr sinnliches Porträt des traditionellen Bäckerhandwerks auf die Kinoleinwand.

Dienstag  20.12.2022

18:00 Uhr

MILO BARUS. DER STÄRKSTE MANN DER WELT


BRD 1983. R: Henning Stegmüller. D: Günter Lamprecht, Horst Raspe, Marie-Agnes Reintgen. 117 Min. 35mm
Filmreihe: In Memoriam Günter Lamprecht

Emil Bahr erlangte 1930 als Kraftathlet unter dem Namen Milo Barus den Titel „Stärkster Mann der Welt“. In vielen Ländern der Erde trat er im Zirkus auf. Wegen seines antifaschistischen Engagements musste er Anfang der 1950er Jahre von Bayern in die DDR übersiedeln, wo er später als Gastwirt tätig war. In beeindruckenden Einzelszenen setzt Henning Stegmüller diese Lebensgeschichte ins Bild. Günter Lamprecht trainierte mehrere Monate, um die Rolle spielen zu können.