Specials

Einzelveranstaltungen im Kino des DFF

Im Kino des DFF sind regelmäßig Filmschaffende aus aller Welt zu Filmgesprächen zu Gast – persönlich oder live zugeschaltet. Viele Filme werden von Vorträgen oder Einführungen begleitet, von Expert:innen verschiedener Fachrichtungen kommentiert und diskutiert.

Bild Oscar-Nacht

Mittwoch  12.01.2022

18:00 Uhr

1945

Ungarn 2017. R: Ferenc Török. D: Péter Rudolf, Bence Tasnádi, Tamás Szabo Kimmel. 91 Min. DCP. OmeU
Original version with English subtitles
Filmreihe: Specials

Der Film erzählt von der Rückkehr zweier Juden in ein ungarisches Dorf im August 1945 und der Furcht der Dorfbewohner:innen vor der Rückgabe jüdischen Eigentums.

Die Vorstellung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung UNSER MUT. Juden in Europa 1945-1948.

20:15 Uhr

DAS SCHWARZE QUADRAT

Deutschland 2021. R: Peter Meister. D: Bernhard Schütz, Jacob Matschenz, Sandra Hüller. 105 Min. DCP
Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd film) mit Regisseur Peter Meister.
Filmreihe: Specials

Die beiden Kunstdiebe Vincent und Nils haben das Gemälde „Das Schwarze Quadrat“ des russischen Malers Kasimir Malewitsch gestohlen. Auf einem Kreuzfahrtschiff soll die geheime Übergabe des Kunstwerks stattfinden. Doch statt sich verstecken zu können, müssen Vincent und Nils wider Willen als vermeintliche Imitatoren von Elvis Presley und David Bowie ins Rampenlicht treten. Als dann auch noch das Gemälde verschwindet, beginnt im Bauch des Dampfers eine turbulente Kettenreaktion.

Was tut sich – im deutschen Film?
Einmal pro Monat widmet sich die Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ in Kooperation mit epd film dem aktuellen deutschen Kinogeschehen.

Freitag  14.01.2022

18:00 Uhr

DER MANDARIN

Geniale Grenzfälle: DER MANDARIN und fünf Kurzfilme
Einführung: Christoph Huber (Österreichisches Filmmuseum)
Das Programm im Detail:
JA/NEIN
Österreich 1968. R: Ernst Schmidt jr. 3 Min. 16mm.
37/78 TREE AGAIN
Österreich 1978. R: Kurt Kren. 4 Min. 16mm.
NOTES ON FILM 01 ELSE
Österreich 2002. R: Norbert Pfaffenbichler. 6 Min. 35mm.
Hauptfilm: DER MANDARIN
Österreich 1918. R: Fritz Freisler. D: Harry Walden, Carl Goetz. 54 Min (18 B/s). 35mm. stumm. ital. ZT mit dt. UT (Farbkopie)
BLACK DEATH FILTER
Österreich 2003. R: Dietmar Brehm. 10 Min. 16mm
MOSAIK MÈCANIQUE (Notes on Film 03, Cinematic Version)
Österreich 2014. R: Norbert Pfaffenbichler. 10 Min. 35mm
In Anwesenheit von Norbert Pfaffenbichler
Filmreihe: Specials

Die lange verschollene österreichische Großproduktion DER MANDARIN über einen Baron mit Zauber-Talisman, der dem Wahnsinn verfällt, nahm den deutschen Stummfilm-Expressionismus à la CABINET DES DR. CALIGARI (1920) vorweg. Erst 2003 wurde der Film von Fritz Freisler wiederentdeckt und restauriert. Ausnahmsweise ist eine der beiden weltweit existierenden Virage-Kopien zu sehen, präsentiert von Christoph Huber (Österreichisches Filmmuseum), der für das Filmkollektiv Frankfurt die Reihe „Austrian Mavericks: Eine andere österreichische Filmgeschichte“ kuratiert hat. Das Filmkollektiv Frankfurt präsentiert die Reihe vom 13. bis 16. Januar im Festsaal des Studierendenhauses. Ein Programm daraus – Geniale Grenzfälle – ist im Kino des DFF zu sehen. Weitere Informationen: www.filmkollektiv-frankfurt.de

Gerahmt wird DER MANDARIN von ausgewählten Kurzfilmen, die Freislers fantastisches Pionierwerk (und metaphorisches Zeitbild) mit der großen österreichischen Avantgarde-Tradition verbinden und völlig neue Seherfahrungen ermöglichen.

Mittwoch  19.01.2022

20:15 Uhr

PARADISO DEL CEVEDALE

Deutschland/Italien 1993. R: Carmen Tartarotti. Dokumentarfilm. 70 Min. 16mm. OmU
Original version with German subtitles
Mit Einführung: Karola Gramann
Filmreihe: Specials

„Das Paradies ist ein Ort im hinteren Martelltal, an dem sich die städtische Zivilisation in den 30er Jahren ein futuristisches Hotel nach einem Plan des berühmten italienischen Architekten Gio Ponti hat bauen lassen. Dieses Hotel steht jetzt schon seit über 20 Jahren als Ruine da. Das Paradies ist eine Metapher für einen landschaftlich zauberhaften, unberührten Ort. Dieser Fleck wurde von reichen, einflussreichen Leuten aus der Stadt ausgeschaut, um ein Hotel mit allem Komfort für ihre modernen Erholungsansprüche zu errichten. Die andere Seite der Paradiesmetapher ist die der Versuchung und der Sünde. Zu dem futuristischen Bau inmitten einer bäuerlichen, alpinen Landschaft hatten die Bauern aus dem Tal nur als Bauarbeiter und später als Lebensmittel-Lieferanten Zutritt. Hotel Paradiso ist indirekt auch ein Film darüber, wie Kapitalismus funktioniert. Dem idealistischen Fortschrittsdenken der 30er Jahre folgt das Profit- und Rentabilitätsdenken der 50er Jahre und das Spekulationsdenken in den 60er und 70er Jahren; eine zunehmende Zweckentfremdung.“ (Carmen Tartarotti, 1993)

PARADISO DEL CEVEDALE läuft im Programm von Remake on Location. Mit der Filmreihe erweitert das Filmfestival Remake – Frankfurter Frauen Film Tage sein Programm um Vorführungen im Rhein-Main-Gebiet vor und nach den Festivaltagen.

Mittwoch  26.01.2022

19:00 Uhr

DAS FALSCHE WORT

BRD 1987. R: Melanie Spitta und Katrin Seybold. Dokumentarfilm. 85 Min. DCP
Zu Gast via Zoom: Carmen Spitta
Filmreihe: Specials

Der Film von Melanie Spitta und Katrin Seybold zeigte 1987 zum ersten Mal in der Geschichte der BRD die Verfolgung der deutschen Sinti im Nationalsozialismus aus Sicht von Sinti:zze erzählt. Die Bürgerrechtlerin und Filmemacherin Melanie Spitta war selbst Kind von Überlebenden.

Der Film ist Teil der Veranstaltungsreihe Aschunen | Dikhen – hört und schaut hin. Nach der Film spricht Gaby Babic (Kinothek Asta Nielsen) in einem Zoom-Gespräch mit Carmen Spitta, der Tochter von Melanie Spitta, und Manja Schuecker-Weiss´(Sozialpädagogin und Mediatorin, Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V.).