Kino & Couch

Die Filmreihe findet statt in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut. Nach dem Film folgt ein film- und psychoanalytischer Kommentar. Bis September beschäftigt sich die Reihe mit dem Thema “Flucht”.

LE DERNIER COMBAT Frankreich 1983. R: Luc Besson.

fpi

Dienstag  12.07.2022

20:15 Uhr

LE DERNIER COMBAT

Frankreich 1983. R: Luc Besson. D: Pierre Jolivet, Jean Bouise, Jean Reno, Fritz Wepper. 89 Min. 35mm. ohne Dialog
Nach dem Film folgt ein film- und psychoanalytischer Kommentar von Manfred Riepe und Soheila Kiani-Dorff sowie ein Filmgespräch.
Filmreihe: Specials

In einer postapokalyptischen Zukunft ist die Welt eine einzige Trümmerwüste. Wenige Menschen, fast ausnahmslos Männer, die zudem kaum noch sprechen können, kämpfen erbittert um Wasser, Nahrung und die allerletzte Frau. In seinem Debüt, gefilmt in atemberaubendem Schwarzweiß, gelingt dem Kinomagier Luc Besson eine überzeugende Mischung aus Genrekino und Arthouse-Finesse. Neben Jean Reno ist Fritz Wepper in einer komischen Nebenrolle zu sehen.

Die in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut stattfindende Reihe „Kino & Couch“ beschäftigt sich in den Monaten Juli, August und September mit dem Thema „Flucht“.

Dienstag  02.08.2022

20:15 Uhr

STYX

Deutschland/Österreich 2018. Regie: Wolfgang Fischer. Mit: Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Felicity Babao. 94 Min. DCP. OmU
Filmwissenschaftlicher Kommentar: Christiane von Wahlert
Psychoanalytischer Kommentar: Dr. med. Klaus Kocher
Filmreihe: Kino & Couch

Die Notärztin Rike ist allein auf ihrer Segeljacht unterwegs, als sie nach einem Sturm mitten im Atlantik auf ein havariertes Flüchtlingsschiff stößt. Die Küstenwache warnt sie mit Nachdruck vor einer Rettungsaktion. Rikes intuitive Reaktion als Mensch gerät in Konflikt mit der Tatsache, dass sie nicht allen helfen kann. Im Dilemma der Protagonistin, herausragend gespielt von Susanne Wolf, liegt die ganze Schwere einer erbarmungslosen europäischen Realität und die Frage nach Menschenwürde und Humanismus.

Dienstag  20.09.2022

20:15 Uhr

FREMDE HAUT

Deutschland/Österreich 2005. Regie: Angelina Maccarone. Mit: Jasmin Tabatabai, Navid Navid, Mossadegh Hamid. 97 Min. 35mm
Filmwissenschaftlicher Kommentar: Martina Elbert
Psychoanalytischer Kommentar: Dr. phil. Dipl.-Psych. Jörg Michael Scharff
Filmreihe: Kino & Couch

Fariba, die wegen ihrer Liebe zu Frauen aus dem Iran fliehen muss, nimmt in Deutschland die Identität eines toten Landsmannes an. Sie taucht in der schwäbischen Provinz unter, wo sie das Interesse einer jungen Frau weckt, die sich von dem introvertierten „Mann“ angezogen fühlt. Mit atmosphärisch dichten Bildern und einer starken Hauptdarstellerin inszeniert Regisseurin Angelina Maccarone diese Geschichte und erhielt für ihren mutigen Film den Hessischen Filmpreis.