Progresivo Subversivo

Das Kino der spanischen Transición

„Españoles, Franco ha muerto“ / „Spanier, Franco ist tot!“ – Nach 39 Jahren Diktatur fand nach 1975 die lang ersehnte Öffnung des Landes auf politischer, so-zialer und kultureller Ebene statt. Meilensteine der spanischen Transición waren die ersten demokratischen Wahlen des Jahres 1977, die neue Verfassung von 1978, in der unter anderem das Frauenwahlrecht wiedereingeführt wurde, sowie die Aufhebung der Zensurgesetze. Im Kino gab es nun nicht nur die Möglichkeit, mit den moralischen Altlasten auch die Hüllen fallen zu lassen. Es wurde auch Raum frei für ein differenzierendes Nachdenken über etablierte Geschlechterrollen und Genderfragen.

Die beginnende Suche einer neuen Identität zeichnet José Luis Garci in seinem damals sehr erfolgreichen Debütfilm ASIGNATURA PENDIENTE. Parallel zu den sozialen und politischen Veränderungen holt ein ehemaliges Liebespaar den in der Jugend versäumten gemeinsamen Sex nach.

Seiner Vergangenheit begegnet auch der Protagonist von A UN DIOS DESCONOCIDO, einem der ersten spanischen Filme, die offen von Homosexualität handeln. Doch gelingt es ihm nicht, sich von der Welt seiner Erinnerungen zu lösen. In CAMBIO DE SEXO wagt José Maria dagegen einen Neubeginn als Frau im kosmopolitischen Barcelona.

Endlich treten auch Frauen hinter die Kamera. In Josephina Molinas FUNCIÓN DE NOCHE reflektiert die Protagonistin die patriarchale Erziehung ihrer Frauengeneration, in Pilar Mirós GARY COOPER, QUE ESTÁS EN LOS CIELOS bilanziert eine erfolgreiche Fernsehmacherin, auf was sie für ihre Karriere alles verzichten musste.

Die Suche nach dem Ausweg aus den jahrzehntelang etablierten Sackgassen bestimmt das Kino des Übergangs. Die Widersprüche der jungen Generation reflektiert die sogenannte nueva comedia madrileña. Die Protagonist/innen der legeren Stadtkomödien, wie OPERA PRIMA von Fernando Trueba und TIGRES DE PAPELvon Fernando Colomo, drehen sich bei ihrer Suche nach Veränderungen um sich selbst.

Die Reihe zeigt insgesamt zwölf Filme, die meisten davon sind in Deutschland erstmalig zu sehen. Die Reihe wurde von Svetlana Svyatskaya kuratiert und ist eine Zusammenarbeit mit dem Filmkollektiv Frankfurt e.V.

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Stadt Frankfurt am Main

Dienstag  10.11.2020

20:30 Uhr

ASIGNATURA PENDIENTE

Unfinished Business
Spanien 1977. R: José Luis Garci. D: José Sacristán, Fiorella Faltoyano, Antonio Gamero. 109 Min. 35mm. OmU
Einführung am 10.11.: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

José und Elena waren im Jugendalter ein Paar. Am 1. Oktober 1975, dem Tag des letzten öffentlichen Auftritts des spanischen Diktators Franco, treffen sie sich im Trubel auf den Madrider Straßen wieder. Beide sind lange verheiratet und haben Kinder. Mit dem Gefühl, etwas verpasst zu haben, beginnen Sie eine Affäre, die vor dem Hintergrund erhitzter Politik der letzten 50 Tage im Leben des erkrankten Diktators stattfindet. Das Filmdebüt von José Luis Garci war seinerzeit ein großer Erfolg und zählt aufgrund seines symbolischen Gehalts zu den wichtigsten Werken, die während der spanischen Transition zur Demokratie entstanden sind.

Mittwoch  11.11.2020

20:30 Uhr

LIBERTAD PROVISIONAL

Out On Parole
Spanien 1976. R: Roberto Bodegas. D: Concha Velasco, Patxi Andión, Montserrat Salvador. 99 Min. 35mm. OmU
Einführung: Bilquis Castano
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Die selbstbewusste, unabhängige, alleinerziehende Alicia bestreitet ihren Unterhalt mit dem Verkauf von Büchern in Privatwohnungen und gelegentlicher Prostitution. Bei einem solchen Hausbesuch lernt sie den Kleinkriminellen Manolo kennen. Aus dem Gefängnis entlassen, will er ein neues Leben beginnen. Aus Liebe zur Freiheit entscheiden sie sich für ein offenes Beziehungskonzept, welches jedoch von gesellschaftlichen Erwartungen überschattet wird. LIBERTAD PROVISIONAL ist der vierte Film, den Roberto Bodegas mit dem Produzent José Luis Dibildos in den 1970er Jahren realisierte. Dibilidos Name war eng mit dem Kino des sogenannten Dritten Weges zwischen Kunst und Kommerz verbunden, welches hauptsächlich im Genre der Komödie einen ernsten Blick auf die spanische Realität jener Jahre warf.

Donnerstag  12.11.2020

18:00 Uhr

A UN DIOS DESCONOCIDO

Vierzig Jahre nach Granada
Spanien 1977, R: Jaime Chávarri. D: Héctor Alterio, Xabier Elorriaga, María Rosa Salgado. 104 Min. 35mm. OmeU
Einführung: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Im Madrid der späten 1970er Jahre lebt José ein bescheidenes, zurückgezogenes Leben. Nachts tritt er als Magier in Varietés auf, trifft sich gelegentlich mit seinem Liebhaber Miguel, seiner Schwester oder der Nachbarin. Doch die Gedanken Josés kreisen vornehmlich um seine Vergangenheit: Kurz vor dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs, verbrachte er den Sommer 1936 im Garten einer Villa in Granada, in der sein Vater als Gärtner arbeitete. Dort entdeckte er seine Homosexualität und dort wurde sein Vater von den Faschisten ermordet. Nun mit dem Ende der Franco-Diktatur entscheidet er sich dazu, nach Granada zu reisen und sich seiner Vergangenheit zu stellen. A UN DIOS DESCONOCIDO ist einer der ersten spanischen Filme, die zentral von Homosexualität erzählen. Der Regisseur Jaime Chávarri schreib das Drehbuch zusammen mit dem berühmten Produzenten Elias Querejeta, der für die Idee des Films verantwortlich zeichnet.

Samstag  14.11.2020

18:00 Uhr

ÓPERA PRIMA

Erste Werke
Spanien/Frankreich 1980. R: Fernando Trueba. D: Óscar Ladoire, Paula Molina, Antonio Resines. 94 Min. 35mm. OmeU
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Auf der Plaza de Opera begegnet Matias zufällig seiner Cousine Violetta. Er ist bereits geschieden, Journalist in Teilzeit und Romancier mit mäßigem Erfolg. Sie dagegen ist eine engagierte Studentin der Violine, die für das Studium in die Hauptstadt gezogen ist. Die beiden werden ein Paar und ziehen zügig zusammen. Matias Eifersucht und Violattas hippiesker Freundeskreis stellen die junge Liebe ständig vor Probleme. Das romantische Debüt von Fernando Trueba zählt neben TIGRES DE PAPEL zu den Kernwerken der Neuen Madrider Komödie, welche sich von den schweren politischen Themen der Zeit distanzierte und in Orientierung an amerikanische Komödien das Leben der Großstadtbewohner des neuen demokratischen Spaniens thematisierte.

Sonntag  15.11.2020

20:30 Uhr

FUNCIÓN DE NOCHE

Night Function
Spanien 1981. R: Josefina Molina. D: Lola Herrera, Daniel Dicenta, Natalia Dicenta. 100 Min. Digital. OmeU
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Die Handlung des Films findet größtenteils im realen Ankleidezimmer der Theaterdarstellerin Lola Herrera statt, wo sie von ihrem Ex-Ehemann und ebenfalls Schauspieler Daniel Dicenta aufgesucht wird. Zum ersten Mal nach fünfzehn Jahren Trennung führen sie ein offenes Gespräch über ihre Ehe und diverse Ursachen ihres Scheiterns, darunter ihr Sexualleben. Lola reflektiert dabei, mal als sie selbst, mal als Figur ihres Stücks, die repressive Erziehung ihrer Frauengeneration unter Franco. Der Film ist aus der Arbeit an Josefina Molinas Adaption von Miguel Delibes Einpersonenstück Cinco horas con Mario hervorgegangen, mit dem die Schauspielerin berühmt wurde. Die Grenzen zwischen dem privaten Gespräch des Künstlerduos, dem Stücktext und der Fiktion des semidokumentarischen Films verschwimmen. Die Filmemacherin Josephina Molina war die erste Frau, die die Escuela Oficial de Cine (EOC) abschloss.

Dienstag  17.11.2020

20:30 Uhr

BILBAO

Spanien 1978. R: Bigas Luna. D: Àngel Jové, María Martín, Isabel Pisano. 93 Min. 35mm. OmeU
Einführung: Felix Fischl
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Der Sohn des Fabrikbesitzers Leo lebt in Barcelona zusammen mit der Freundin seines Onkels Maria. Bei seinen nächtlichen Wanderungen durch die Stadt ist er von der Stripperin und Gelegenheitsprostituierten, die er Bilbao nennt, fasziniert. Der Wunsch sie zu besitzen, wird für Leo zu einer krankhaften Obsession. Er folgt ihr unaufhörlich, studiert sie wie ein Objekt und will sie ultimativ besitzen, indem er sie entführt. Bigas Lunas Studie der Konsumgesellschaft entstand kurz nach der Aufhebung der franquistischen Zensurgesetze und ist vom amerikanischen Experimentalfilm inspiriert.

Donnerstag  19.11.2020

18:00 Uhr

CUENTOS ERÓTICOS

Erotic Stories
R: Enrique Brasó, Jaime Chávarri, Emma Cohen, Fernando Colomo, Josephina Molina und Andere. D: Joaquín Hinojosa, Cristina Sánchez Pascual, Alicia Hermida. 99 Min. 35mm. OmU
Einführung: Gary Vanisian
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Der Anthologiefilm vereint neun Kurzfilme von damals relevanten Filmemacher/innen. Allen gemein ist das Thema Erotik, welches sie in jeweils eigener Art - von humorvoll, philosophisch über sinnlich bis pornografisch - umsetzen. Unter den Regisseur/innen der Geschichten finden sich damals renommierte Filmemacher wie Jaime Chávarri oder Fernando Colomo oder auch die Filmemacherin Josephina Molina.

Freitag  20.11.2020

20:15 Uhr

GARY COOPER, QUE ESTÁS EN LOS CIELOS

Gary Cooper, Who Art in Heaven Spanien 1980. R: Pilar Miró. D: Mercedes Sampietro, Jon Finch, Carmen Maura. 98 Min. 35mm. OmeU Einführung am 20.11.: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Andrea ist eine erfolgreiche Fernsehregisseurin und behauptet sich inmitten einer männerdominierten Medienwelt. Ihr nächstes Ziel ist es, die Filmwelt zu erobern. Im Glauben schwanger zu sein, sucht sie einen Arzt auf. Die Diagnose und eine lebensbedrohliche Operation, die ihr nun bevorsteht, lässt Ihr geregeltes Leben aus den Fugen geraten. Andra blickt nun aus einer anderen Perspektive auf ihr Leben zurück und reflektiert die Einbußen, die sie für ihre Karriere hinnehmen musste. Pilar Miró ist die bekannteste der drei Regisseurinnen, die in der Zeit der Transición hinter die Kamera traten. Zwei Jahre nach der Entstehung des Films und nach Ende der Transición, welches mit der Wahl der sozialistischen Partei PSOE datiert wird, wurde Miró erst Staatsbeauftragte für Film und Kino und ab 1986 Generaldirektorin für das spanische Fernsehen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Samstag  21.11.2020

18:00 Uhr

VÁMONOS, BÁRBARA

Let’s Go, Barbara
Spanien 1978. R: Cecilia Bartolomé. D: Amparo Soler Leal, Cristina Álvarez, Iván Tubau. 95 Min. 35mm. OmU
Einführung: Petra Palmer
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Die 38-jährige Ana führt ein gemütliches bürgerliches Leben: Sie hat ein schönes Zuhause, eine Tochter und einen Ehemann, mit dem sie sich zwar längst entfremdet hat, jedoch erfolgreich nach Außen eine perfekte Familie repräsentiert. Entgegen den Ratschlägen der älteren Frauengeneration, entscheidet sie sich dafür, ihre Ehe und ihr altes Leben zu verlassen. Zusammen mit ihrer Tochter Bárbara geht sie auf eine Reise mit einem ungewissen Ziel. Unterwegs lernt sie sich neu kennen und findet ein neues Selbstbewusstsein, welches sie der nächsten Generation weitergeben kann. Einige Forscherstimmen halten den Debütspielfilm von Cecilia Bartolomé für den ersten explizit feministischen Film in der spanischen Filmgeschichte.

20:15 Uhr

CAMBIO DE SEXO

Change of Sex
Spanien 1977. R: Vicente Aranda. D: Victoria Abril, Lou Castel, Fernando Sancho. 108 Min. 35mm. OmeU
Einführung: Eva Lenhardt
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Der junge José Maria wird von seinen Mitschülern aufgrund seiner sanften Züge und vermeintlich unmännlichen Art gehänselt und als Störenfried von der Schule suspendiert. Sein machistischer Vater wendet nun eigene Methoden zur Erziehung von Männlichkeit in seinem Sohn an. Der Versuch, José Maria in einem Bordell in Barcelona zum Mann zu machen, misslingt. Inspiriert vom Auftritt von Transgender-Frau Bibi flieht der 17-Jährige in die katalanische Stadt. Dort beginnt er langsam ein neues Leben als Maria José. Wie in vielen anderen Filmen jener Zeit wurde auch hier die Geschlechtsumwandlung als eine Metapher gesellschaftlicher Transformation gelesen. Victoria Abril spielte in CAMBIO DE SEXO ihre erste Hauptrolle, für die transsexuelle Bibi Andersen war dies ihr Leinwanddebüt.

Sonntag  22.11.2020

18:00 Uhr

TIGRES DE PAPEL

Paper Tigers
Spanien 1977. R: Fernando Colomo. D: Miguel Arribas, Carmen Maura, Joaquín Hinojosa. 93 Min. 35mm. OmeU
Einführung: Tobias Ertl
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Im Zentrum des Films stehen drei Charaktere: Carmen, ihr liberaler Ex-Ehemann Juan und ihr neuer Freund Alberto, den sie auf einer Italien-Reise kennenlernte. Kurz vor der Verabschiedung der spanischen Verfassung nimmt das lockere Trio Drogen, hört Rock-Musik und philosophiert über Sex, Liebe und Politik. Doch obwohl ihr Selbstbild von Proklamationen progressiver Werte und Ideale geprägt ist und sie der Meinung sind, sich von moralischen Altlasten befreit zu haben, zeigt die Stadtkomödie auf, wie Theorie und Realität auseinanderklaffen. Carmen Maura spielte ihre erste Hauptrolle in Fernando Colomos Debütfilm, welches neben ÓPERA PRIMA eines der wichtigsten Werke der Neuen Madrider Komödien ist.

20:30 Uhr

PEPI, LUCI, BOM Y OTRAS CHICAS DEL MONTON

Pepi, Luci, Bom and the Other Girls
Spanien 1980. R: Pedro Almodóvar.D: Carmen Maura, Eva Siva, Olvido Gara. 82 Min. 35mm. OmeU
Einführung: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Die moderne, selbstbewusste Pepi pflanzt Cannabis-Pflanzen auf ihrem Balkon an und wird von einem Polizisten, dem ihr Privatgarten missfällt, vergewaltigt. Seine masochistische Frau Luci wünschte sich, ihr Mann hätte es ihr angetan. Sie freundet sich mit Pepi an und flüchtet sich in eine lesbische Beziehung mit der Sängerin Bom in die Madrider Underground-Szene. Der erste erhaltene Langfilm von Pedro Almodóvar gehört zu den Kernwerken der sogenannten Movida Madrilena, deren Protagonisten wie auch reale Treff- und Wohnorte zum Teil und Kulisse dieser amüsanten Low-Budget-Produktion mit Kultstatus wurden.

Mittwoch  25.11.2020

18:00 Uhr

GARY COOPER, QUE ESTÁS EN LOS CIELOS

Gary Cooper, Who Art in Heaven Spanien 1980. R: Pilar Miró. D: Mercedes Sampietro, Jon Finch, Carmen Maura. 98 Min. 35mm. OmeU Einführung am 20.11.: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

Andrea ist eine erfolgreiche Fernsehregisseurin und behauptet sich inmitten einer männerdominierten Medienwelt. Ihr nächstes Ziel ist es, die Filmwelt zu erobern. Im Glauben schwanger zu sein, sucht sie einen Arzt auf. Die Diagnose und eine lebensbedrohliche Operation, die ihr nun bevorsteht, lässt Ihr geregeltes Leben aus den Fugen geraten. Andra blickt nun aus einer anderen Perspektive auf ihr Leben zurück und reflektiert die Einbußen, die sie für ihre Karriere hinnehmen musste. Pilar Miró ist die bekannteste der drei Regisseurinnen, die in der Zeit der Transición hinter die Kamera traten. Zwei Jahre nach der Entstehung des Films und nach Ende der Transición, welches mit der Wahl der sozialistischen Partei PSOE datiert wird, wurde Miró erst Staatsbeauftragte für Film und Kino und ab 1986 Generaldirektorin für das spanische Fernsehen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Donnerstag  26.11.2020

18:00 Uhr

ASIGNATURA PENDIENTE

Unfinished Business
Spanien 1977. R: José Luis Garci. D: José Sacristán, Fiorella Faltoyano, Antonio Gamero. 109 Min. 35mm. OmU
Einführung am 10.11.: Svetlana Svyatskaya
Filmreihe: Progresivo Subversivo. Das Kino der spanischen Transición

José und Elena waren im Jugendalter ein Paar. Am 1. Oktober 1975, dem Tag des letzten öffentlichen Auftritts des spanischen Diktators Franco, treffen sie sich im Trubel auf den Madrider Straßen wieder. Beide sind lange verheiratet und haben Kinder. Mit dem Gefühl, etwas verpasst zu haben, beginnen Sie eine Affäre, die vor dem Hintergrund erhitzter Politik der letzten 50 Tage im Leben des erkrankten Diktators stattfindet. Das Filmdebüt von José Luis Garci war seinerzeit ein großer Erfolg und zählt aufgrund seines symbolischen Gehalts zu den wichtigsten Werken, die während der spanischen Transition zur Demokratie entstanden sind.

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