Specials

Einzelveranstaltungen im Kino des DFF

Im Kino des DFF sind regelmäßig Filmschaffende aus aller Welt zu Filmgesprächen zu Gast – persönlich oder live zugeschaltet. Viele Filme werden von Vorträgen oder Einführungen begleitet, von Expert:innen verschiedener Fachrichtungen kommentiert und diskutiert.

Bild Oscar-Nacht / Kino des DFF / Cinema

Freitag  02.09.2022

20:15 Uhr

OUTSIDE NOISE

Deutschland/Südkorea/Österreich 2021. R: Ted Fendt. D: Daniela Zahlner, Mia Sellmann, Genevieve Havemeyer-King. 61 Min. 35mm.
Zu Gast: Ted Fendt
Filmreihe: Specials

Ted Fendts analog gedrehter OUTSIDE NOISE blickt auf zwei Freundinnen, „Herumtreiberinnen im eigenen Leben“ (Alexandra Seitz, Viennale), die nicht genau wissen, welche Richtung sie in ihrem Leben einschlagen sollen. Daniela hat Probleme einzuschlafen, eine grundlegende Unruhe treibt sie um. Mia versucht indes, ihren Master abzuschließen und beschließt, Daniela in Wien zu besuchen. Ein Film von düsterer Heiterkeit über Komplizinnenschaft, der in New York beginnt, zwischen Berlin und Wien pendelt und dabei mit besonderer Aufmerksamkeit verschiedensten Gesprächen an langsam-leeren Sommertagen nachspürt.

Montag  05.09.2022

20:00 Uhr

DER LANGE WEG DER SINTI UND ROMA

Deutschland 2022. R: Adrian Oeser. Dokumentarfilm. 45 Min. Eintritt frei
Diskussion: Regisseur Adrian Oeser und Rudko Kawczynski
Um Anmeldung wird gebeten (Anmeldeformular: bit.ly/der-lange-weg-anmeldung)
Filmreihe: Specials

Die Dokumentation porträtiert den Kampf gegen die rassistische Diskriminierung von Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland. Der Filmemacher Adrian Oeser wirft dabei nicht nur einen Blick auf die Geschichte, sondern auch auf Akteur:innen der Gegenwart.
In Kooperation mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und dem Deutschen Institut für Menschenrechte.

Montag  12.09.2022

18:00 Uhr

FLUCHT IN DIE TÜRKEI: INGRID OPPERMANN – EIN PORTRÄT

Deutschland 2021. R: Ingrid Oppermann. 45 Min. Eintritt frei
Filmreihe: Specials

In einem 2021 aufgezeichneten Filmporträt erzählt Ingrid Oppermann die Geschichte ihres Vaters, des Wissenschaftlers Wolfgang Gleissberg, der 1933 aus Breslau in die Türkei floh. Dort wurde Ingrid Gleissberg 1938 geboren und verbrachte eine glückliche Kindheit und Jugend in Istanbul. In den 1950er Jahren kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Der Film stellt ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte in den Mittelpunkt, das Exil deutscher Wissenschaftler:innen in der Türkei.
In Kooperation mit: Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Verein gegen Vergessen – für Demokratie, gefördert durch: Hessische Landeszentrale für politische Bildung.

Dienstag  13.09.2022

20:15 Uhr

TIPPI HEDREN UND DIE WILDEN TIERE

ARTE-Filmpremiere
Deutschland 2021. R: Marita Neher. Dokumentarfilm. ARTE/ZDF. 52 Min. digital. Eintritt frei
Nach dem Film: Gespräch mit Ellen Harrington, Direktorin des DFF, und Regisseurin Marita Neher
Filmreihe: Specials

Berühmt wird Tippi Hedren 1963 als blonde Society Lady im Filmklassiker DIE VÖGEL von Alfred Hitchcock. Entdeckt hat er die junge Frau in einem Werbespot und testet sie in sündhaft teuren Probeaufnahmen auf ihre Kinotauglichkeit. Sie besteht mit Bravour und wird von ihm daraufhin zur perfekten „Hitchcock-Blondine“ geformt – unnahbar und begehrenswert – bevor er sie in seinem Horrorthriller ausgiebig von aggressiven Vögeln attackieren lässt. Für ihr Durchhaltevermögen und ihre schauspielerische Leistung in DIE VÖGEL erhält sie einen Golden Globe und ihre nächste Rolle in Hitchcocks Psychodrama MARNIE. Nun spielt sie eine traumatisierte und gefühlskalte Diebin, die von ihrem Chef zunächst erpresst, dann geheiratet und in der Hochzeitsnacht vergewaltigt wird. Angeblich eine kaum kaschierte Fantasie des Regisseurs, wie sie in ihren Memoiren schreibt. Erst 2016, fast 30 Jahre nach Hitchcocks Tod 1980, erzählt sie in Tippi: A Memoir, dass Hitchcock sie während der Dreharbeiten sexuell belästigt hat. Und so blickt sie sowohl mit Dankbarkeit als auch mit Abscheu auf ihre Zeit mit Alfred Hitchcock zurück. Als Mutter respektive Großmutter der Hollywoodstars Melanie Griffith und Dakota Johnson möchte sie mit ihrem Buch Frauen ermutigen, sich zu wehren – so wie sie es auch tat. Nach dem Bruch mit Hitchcock 1964 ist sie meist in kleineren Rollen in Hollywoodfilmen zu sehen und entdeckt 1981 in dem Abenteuerfilm ROAR ihre Liebe zu Großkatzen, denen sie seit den 80er Jahren in ihrem „Shambala-Reservat“ bei Los Angeles ein Zuhause gibt.

Sonntag  18.09.2022

11:30 Uhr

A CHILD’S GARDEN AND THE SERIOUS SEA

Präsentiert von exff. – tage des experimentellen films frankfurt
USA 1991. R: Stan Brakhage. 73 Min. 16mm. o.T.
Filmreihe: Specials

Von den 1990er Jahren an verfertigte Stan Brakhage fast nur noch Filme, bei denen er direkt auf den Filmstreifen malte. Eine Ausnahme bilden die Filme, die später als „Vancouver Island Quartet“ bekannt wurden und deren erster A CHILD’S GARDEN AND THE SERIOUS SEA (1991) ist. Brakhage drehte ihn im kanadischen Vancouver in dem Garten, in dem seine zweite Frau Marilyn sich in ihrer Kindheit oft aufgehalten hatte, und am Strand des Meeres. So entstand eine poetische Meditation über die Kindheit und darüber, wie ein Kind ein Bewusstsein von der Welt entwickelt.

Weitere Informationen unter: www.exff.de

Mittwoch  21.09.2022

20:15 Uhr

JAGDSAISON

Deutschland 2022. R: Aron Lehmann. B: Rosalie Thomass, Lea Schmidbauer, Aron Lehmann. D: Rosalie Thomass, Almila Bagriaçik, Marie Burchard. 93 Min. DCP
Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd film) mit Rosalie Thomass.
Filmreihe: Specials

Eva versteht die Welt nicht mehr. Seit sie von ihrem Mann für die schöne und erfolgreiche Bella verlassen wurde, läuft alles schief. Alle lieben Bella. Sogar Evas beste Freundin Marlene. Diese beginnt aus Frust über ihr verkorkstes Eheleben einen heißen Flirt mit dem attraktiven Peter, der jedoch am Wochenende auf die Jagd nach Rebhühnern (und mehr) gehen will. Kurzerhand bucht Bella für alle drei Frauen einen gemeinsamen Luxusaufenthalt im benachbarten Wellnesshotel, wo zwischen Waxing, Whirlpool und Wilderei das Chaos vorprogrammiert ist.
Einmal pro Monat widmet sich die Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ dem aktuellen deutschen Kinogeschehen. Im September stellt die 1987 in München geborene Schauspielerin und Autorin Rosalie Thomass die turbulente Komödie JAGDSAISON vor, ein Remake der dänischen Erfolgskomödie JAGTSÆSON (2019), das seine Premiere kürzlich beim Filmfest München feierte. Rosalie Thomass wurde vielfach preisgekrönt unter anderem für ihr Spiel in KOHLHAAS UND DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DER MITTEL (2012), GRÜSSE AUS FUKUSHIMA (2016), EINE UNERHÖRTE FRAU (2016), EINE GANZ HEISSE NUMMER (2011) sowie DIE KÄNGURU-CHRONIKEN (2020).

Freitag  30.09.2022

18:00 Uhr

DOKUMENTARFILME ZUM WIEDERAUFBAU EUROPAS

Filmprogramm mit Einführung
1944-1956. Div. 75 Min.
Filmreihe: Specials

Zum Launch der Online-Ausstellung Frames of Reconstruction über den europäischen Wiederaufbau im Dokumentarfilm und als Abschluss des internationalen Forschungsprojekts ViCTOR-E zeigen wir ein Programm mit Filmen, die während des Projekts digitalisiert wurden. Die Dokumentarfilme LA VIE À BERLIN (FR 1945), AU REVOIR KALOVY VARY (CS 1949), LA FRONTIERA (BRD 1953), CONFINI AL NORD (IT 1954) haben gemeinsam, dass sie den Blick auf und über neue und alte Grenzen in Europa lenken. Als Projektpartner trägt das DFF außerdem mit DAS JAHR 48 (DE 1948) einen Film aus dem eigenen Archiv bei: 100 Jahre nach der ersten deutschen Nationalversammlung liegt die Paulskirche in Trümmern. Das nimmt Dokumentarfilmer Curt Oertel zum Anlass, eine ‚versäumte Geschichtsstunde‘ über die deutsche Demokratie zu drehen.