IM TIEFENRAUSCH. Film unter Wasser

Tiefenrausch: Taucherin

Ausstellung vom 1. Juli 2022 bis 26. Februar 2023

Geheimnisvolle Wracks und bezaubernde Meerjungfrauen, freundliche Delfine und weiße Riesenhaie, besessene Tiefseetaucher:innen und tollkühne U-Boot-Kapitäne – schon früh hat der Film die fantastischen Welten und Wesen, die unter der Wasseroberfläche lauern, für sich entdeckt. Das Spannungsfeld zwischen Licht und Dunkelheit, Oberfläche und Tiefe, Leben und Tod, das Filmemacher:innen immer wieder ins Wasser abtauchen lässt, lotet die Ausstellung IM TIEFENRAUSCH. Film unter Wasser anhand zahlreicher kunstvoll gestalteter Filmkompilationen aus. Im Fokus steht dabei die Ästhetik der Unterwasserbilder, ihr visueller und akustischer Reichtum. Der Ausstellungsraum verwandelt sich in ein blau schimmerndes Bewegtbild-Aquarium, das die zentralen Motive und Themen des Unterwasserfilms sinnlich erfahrbar macht. Ein ausdifferenziertes Zusammenspiel von Bewegtbild, Licht und Ton schafft einen audiovisuellen Erlebnisraum, der den Titel zum Programm macht: Die Besucher:innen werden in einen Rausch versetzt und halten den Atem an, wie die tauchenden Filmfiguren auf den sie umgebenden Leinwänden.

Ein Haifisch in Untersicht

„Sie werden durch die Welt der Wunder reisen.
Sie werden aus Staunen und Verblüffung kaum mehr herauskommen.
[…] Sie werden schauen, was noch kein Mensch zuvor gesehen hat.“
Kapitän Nemo, in Jules Vernes 20.000 Meilen unter dem Meer

Von Beginn an hat der Film das Urelement Wasser für sich entdeckt. Einer der allerersten Filme überhaupt, ROUGH SEA AT DOVER (GB 1895, Regie: Birt Acres, Robert W. Paul), zeigt gewaltvoll an einem Pier brechende Wellen. Die Bewegung des Wassers wurde in bewegten Bildern festgehalten. Ein früher Beleg, dass sich der Film wohl besser als alle anderen Künste dazu eignet, die Kraft und Faszination des flüssigen Elements einzufangen. Mobilis in mobili – Beweglich im beweglichen Element: So lautet auch das Motto von Jules Vernes Romanfigur Kapitän Nemo, dessen Abenteuer in 20.000 Meilen unter den Meeren (1870) eine willkommene Vorlage für die Filmpioniere Anfang des 20. Jahrhunderts darstellten. Auf Georges Méliès trickreiche Adaption von 1907, in der die Unterwasserwelt noch als Pappkulisse im Studio entstanden war und durch ein Aquarium mit Fischen hindurch aufgenommen wurde, folgte 1916 mit 20,000 LEAGUES UNDER THE SEA (USA 1916, Regie: Stuart Paton) der erste Spielfilm, in dem ein speziell entwickeltes Kamerasystem von John Ernest Williamson echte Unterwasseraufnahmen präsentierte, und damit äußerst erfolgreich ein großes Publikum verzauberte.

Mehr

Seit diesen Anfängen hat das Wasser, vor allem das ästhetische Potenzial, das unter dessen Oberfläche schlummert – in Ozeanen, Flüssen und Seen, aber auch in Swimmingpools und Badewannen – unzählige Filmschaffende inspiriert und ist aus dem Kino nicht mehr wegzudenken: als audiovisuell beeindruckende Kulisse, als nie versiegende Quelle geheimnisvoller Mythen, als symbolisch aufgeladene Projektionsfläche der Protagonist:innen.

Während Dokumentarfilmer wie Hans Hass und Jacques-Yves Cousteau mit ihren Werken Meeresforschung und Aufnahmetechnik gleichermaßen bereicherten, schufen Hollywood-Regisseure wie Steven Spielberg und James Cameron sowie Animationsstudios wie Disney und Pixar spektakuläre Bildwelten mit weißen Riesenhaien, mysteriösen Wracks und verliebten Meerjungfrauen. Diese Bandbreite präsentiert die Ausstellung in mehreren Großprojektionen, unter anderem einer halbkreisförmigen Panorama-Filminstallation, sowie auf über 30 digitalen Leinwänden. Hinzu kommen eine eigens angefertigte Toninstallation der Filmemacherin Rana Eid, atmosphärische Wassersimulationen und kunstvoll beleuchtete Originalplakate aus dem DFF-Archiv. Das Ergebnis ist ein audiovisuell überbordendes Raumerlebnis, bei dem die Besucher:innen in fantastische, unheimliche und atemberaubend schöne Welten förmlich abtauchen.

Thematisch wird dabei ein großer Bogen geschlagen: U-Boote bekriegen sich, während Wassernixen verführen. Autos stürzen in Gewässer und halten die Insassen gefangen. Parallel dazu bergen gierige Abenteurer Schätze aus geheimnisvollen Wracks. Riesige Tintenfische und außerirdische Raumschiffe tauchen bedrohlich aus der Tiefe, begleitet von Geistern, die Verdrängtes zurück an die Oberfläche bringen. Mensch und Meerestier retten und jagen einander, versuchen zu kommunizieren oder gehen auf Konfrontationskurs. Spektakuläre Tauchaktionen weichen leisen Momenten der Selbstreflexion und Kontemplation, oft in Zeitlupe gefilmt, wie auch die vielen Unterwasserküsse von Verliebten: die Zeit scheint unter Wasser stillzustehen, die Außenwelt wird abgeschirmt.

VORTEX: CITIES AND MEMORIES
In der 39-minütigen Soundinstallation von Rana Eid, die in der Ausstellung zu hören ist, sprechen vier libanesische Tonkünstlerinnen über ihre Beziehung zum Wasser. Hier finden Sie deutsche und englische Übersetzungen der arabischen Texte.

Während in der Ausstellung selbst die sinnliche Erfahrung im Vordergrund steht, wird das Begleitprogramm mit Führungen, Workshops, Filmreihen, Vorträgen und Diskussionsrunden eine thematische Vertiefung und Ergänzung ermöglichen und den Film unter Wasser auch unter (film)technischen, (natur)wissenschaftlichen, (kunst)historischen und ökologischen Gesichtspunkten betrachten.

Ein zentraler Kooperationspartner für diese interdisziplinären Diskurse ist die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Mit ihrem wissenschaftlichen Team wird in Kinogesprächen unter anderem erörtert, wie Filme zur öffentlichen (negativen) Wahrnehmung einzelner Meerestiere beitragen – sind Haie wirklich so gefährlich, wie sie in JAWS (Der weiße Hai, USA 1975) dargestellt werden? –, inwiefern die Kommunikation zwischen Menschen und Meerestieren im Film, von FLIPPER (USA 1963) bis FREE WILLY (USA 1993), der Realität entspricht, oder welche Kuriositäten die Evolution am tiefsten Meeresgrund hervorgebracht hat und ob diese wirklich so „außerirdisch“ anmuten, wie es Science-Fiction- und Horrorfilme seit der CREATURE FROM THE BLACK LAGOON (Der Schrecken vom Amazonas, USA 1954) vermitteln.

Neben dem Austausch über biologische Themen und der Diskussion aktueller ökologischer Problemfelder wie Klimawandel, Artensterben und die Zerstörung maritimer Lebenswelten wird auch der Dialog mit Kunsthistoriker:innen gesucht. Dafür kooperiert das DFF mit dem Museum Wiesbaden, das zeitgleich eine Kunstausstellung über Wasser im Jugendstil zeigt. Das Ziel ist ein fachübergreifender Blick auf die zahlreichen Mythen, die sich um das Wasser ranken, insbesondere die verschiedenen Varianten der „Wassergeister“ und „Wasserfrauen“, von Meerjungfrauen über Sirenen bis hin zur UNDINE (DE 2020).

Geplant ist zudem eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, deren Studierende für die musikalische Live-Untermalung eines Unterwasser-Stummfilms sorgen werden. Töne stehen auch im Zentrum einer Sonderveranstaltung zum Sound Design von Unterwasserszenen. Als Gast ist die libanesische Filmemacherin Rana Eid eingeladen, die für die Ausstellung eine besondere Toninstallation anfertigt.

Darüber hinaus findet vom 6. bis 13. Oktober im DFF das Filmfestival LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans statt und wird in seinem Programm ebenfalls auf den Tiefenrausch Bezug nehmen: Unter anderem wird sich eine Schulklasse umfassend mit einem Unterwasserfilmklassiker auseinandersetzen und diesen im Kino vorstellen, und eine Kurzfilmrolle wird Unterwasserfilmhighlights aus den vergangenen Festivaljahren präsentieren.

Weitere Kinoveranstaltungen sowie Führungen und Workshopformate für unterschiedliche Altersgruppen sind in Planung. Viele davon werden in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Senckenberg Naturmuseum entwickelt.

Alle aktuellen Termine im Begleitprogramm zur Ausstellung
finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Zum Kalender

FILMPROGRAMM mit Gesprächen, Vorträgen und Live-Musik

Mittwoch, 8. Juni 2022, 18:00 Uhr & 20:00 Uhr
Welttag der Ozeane
Am Welttag der Ozeane geben wir mit zwei spektakulären Dokumentarfilmen einen Ausblick auf die kommende Sonderausstellung und sprechen mit Dr. Tina Hedwig Kaiser (Filmwissenschaftlerin), Jenny Neuhaus und Henry Knauber (Doktorand:innen am Senckenberg-Forschungsinstitut).

18:00 Uhr: DEEP BLUE (GB/D 2003, R: Andy Byatt, Alastair Fothergill. 91 Min.); mit Einführung von Kurator Michael Kinzer
Die eindrucksvoll gefilmte Kinoversion einer achtteiligen Serie der BBC, deren Voice-Over von Pierce Brosnan den spektakulären Bildern den Vortritt lässt.

20:00 Uhr: OcÉans (Unsere Ozeane, F 2009, R: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud, 100 Min.)
Vorfilm: THE BEAUTY (D 2020 ; R Pascal Schelbli, 4 Min.);
Gespräch vor dem Hauptfilm, Filmbeginn ca. 20:30 Uhr
An 54 Drehorten in fünf Ozeanen und über vier Jahre hinweg gedreht, präsentiert der Film die Schönheit der Biodiversität der Meere, aber auch den Einfluss, den die Menschen auf das Ökosystem nehmen.


Sonntag, 3. Juli 2022, 20:00 Uhr
Meerjungfrauen und andere Mythen
Gespräch mit Dr. Peter Forster vom Museum Wiesbaden über die kunst- und kulturwissenschaftliche Bedeutung von mythischen Meereswesen.

Im Anschluss, ca. 20:30 Uhr: NIGHT TIDE (US 1961, R: Curtis Harrington, 86 min) Matrose Dennis Hopper lernt eine mysteriöse Frau kennen. Handelt es sich bei ihr etwa um eine Meerjungfrau?


Donnerstag, 14. Juli 2022, 18:00 Uhr & 20:15 Uhr
Tag der Haie
Zum internationalen „Shark Awareness Day“ zeigen wir zwei sehr unterschiedliche Hai-Filme und sprechen mit Anna Frenkel (zoologische Präparatorin) und Maximilian Bugert (Biologe) vom Senckenberg Naturmuseum über Haifisch-Fakten und Fiktionen.

18:00 Uhr: SHARKWATER (Sharkwater – Wenn Haie sterben, CA 2006, R: Rob Stewart, 89 min); Gespräch im Anschluss
Dokumentation über die Bedeutung von Haien für das Ökosystem Ozean und kriminelle Praktiken von Hai-Jägern.

20:15 Uhr: JAWS (Der weiße Hai, US 1975, R: Steven Spielberg, 124 min); Gespräch vor dem Film, Filmbeginn ca. 20:45 Uhr
Oscar®-prämierter Blockbuster, der für volle Kinos, leere Badestrände und einen Boom an Tierhorrorfilmen sorgte


Samstag, 16. Juli 2022, 20:00 Uhr
Delfine im Dialog
Gespräch mit der Biologin Dr. Irina Ruf vom Senckenberg Naturmuseum über die Kommunikation zwischen Menschen und Säugetieren.

Im Anschluss, ca. 20:30 Uhr: THE DAY OF THE DOLPHIN (Der Tag des Delphins, US 1973, R: Mike Nichols, 104 min)
Ein Wissenschaftler bringt einem Delfin das Sprechen bei und erschafft damit ungewollt eine hochintelligente Waffe.


Sonntag, 17. Juli 2022, 18:00 Uhr
Stummfilmkonzert
Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt vertonen unter Anleitung von Prof. Ralph Abelein und mit Unterstützung der Akkordeonistin Eva Zöllner live den Stummfilmklassiker THE NAVIGATOR. Das Format „Musik für Stummfilme“ der HfMDK wurde vom Land Hessen für exzellente Lehre ausgezeichnet.

THE NAVIGATOR (Buster Keaton, der Matrose, US 1924, R: Buster Keaton, Donald Crisp, 65 min)
In der Komödie muss sich Keaton im Taucheranzug unter anderem gegen Schwert- und Tintenfische zur Wehr setzen.


Donnerstag, 28. Juli 2022, 20:00 Uhr
Meerjungfrauen jenseits von Hollywood
Auch in den Kinematografien der arabischen Welt gibt es Erzählungen von weiblichen Wassermischwesen. In einer Doppelvorstellung wird ein Blick auf eher unbekannte Mythologien geworfen. Adila Bendimerad, die Hauptdarstellerin aus KINDIL EL BAHR, hat mit Rabih El-Khoury über den Film gesprochen: Hier geht es zum Video.

KINDIL EL BAHR (Strand ohne Wiederkehr, DZ/KW/US 2016, R: Damien Ounouri, 41 min)
Eine Frau wird von mehreren Männern ertränkt und kehrt als quallenartiger Racheengel zurück.

SAYIDAT AL-BAHR (Scales, SA/AE/IQ 2019, R: Shahad Ameen, 74 min)
Ein junges Mädchen soll den Meerestieren geopfert werden und verwandelt sich selbst in ein solches.


Donnerstag, 4. August 2022, 18:00 Uhr & 20:00 Uhr
Töne aus der Tiefe
Gespräch mit den Sounddesigner:innen Rana Eid und Frank Kruse über die Herausforderungen bei der Erschaffung und Abmischung von Unterwassertönen. Rana Eid hat für die Ausstellung eine kunstvolle Klanginstallation angefertigt. Frank Kruse hat an mehreren Filmen mit Unterwasserszenen mitgewirkt, darunter internationale Großproduktionen wie IN THE HEART OF THE SEA (Im Herzen der See, US/AU/ES 2015, R: Ron Howard). Zuletzt gestaltete er den Ton der Fernsehserie BABYLON BERLIN.

18:00 Uhr: PANOPTIC (LB 2017, R: Rana Eid, 79 min); im Anschluss Gespräch mit Rana Eid (Regie und Sounddesign)
Essayistische Symphonie der Stadt Beirut, in der der Bürgerkrieg bis in die Tiefen des Mittelmeers nachklingt.

20:00 Uhr: LEVIATHAN (GB/FR/US 2012, R: Lucien Castaing-Taylor, Verena Paravel, 87 min); Gespräch mit Frank Kruse und Rana Eid vor dem Film, Filmbeginn ca. 20:45 Uhr
Preisgekrönte, experimentelle Dokumentation über die nordamerikanische Hochseefischerei, deren besondere Tongestaltung Frank Kruses Sound Design für IN THE HEART OF THE SEA inspirierte.


Freitag, 26. August 2022, 18:00 Uhr

Vom Aussterben bedroht

Gespräch mit Dieter Paulmann von der Okeanos Foundation in Darmstadt, der den Dokumentarfilm RACING EXTINCTION (US u.a. 2015; R: Louie Psihoyos) mitproduziert hat. Sowohl dieser als auch Psihoyos vorangegangener Film THE COVE, für den er einen Oscar® erhielt, zeigen, wie Tierquälerei und menschliches Fehlverhalten die Artenvielfalt dieses Planeten bedrohen und den Menschen selbst in Gefahr bringen.

Im Anschluss, ca. 18:30 Uhr: THE COVE (Die Bucht, US 2009, R: Louie Psihoyos, 92 min)
Erschütternde Doku über eine Bucht in einem japanischen Fischerdorf, in der massenweise Delfine getötet werden.


Donnerstag, 1. September 2022, 20:15 Uhr
Abtauchen mit der Kamera
Gespräch mit den Tauchfilmer:innen Claudia und Hendrik Schmitt (The Jetlagged) über besondere Herausforderungen und Erlebnisse beim Filmen unter Wasser.

Im Anschluss, ca. 20:45 Uhr: DOLPHIN MAN (GR u.a. 2017, R: Lefteris Charitos, 80 min)
Doku über den Tauchsportler Jacques Mayol, dessen Leben Luc Besson in LE GRAND BLEU (FR/IT 1988) verfilmt hat.


Mittwoch, 12. Oktober 2022, 11:00 Uhr
45. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
Eine Schulklasse gestaltet mit einer Expert:in aus dem Senckenberg Naturmuseum ein Rahmenprogramm zur Vorführung des Films WHALE RIDER (NZ/DE 2002, R: Niki Caro). Er erzählt vom Kampf eines mutigen Mädchens gegen überkommene Traditionen und um Liebe und Anerkennung. Das ganze Festivalprogramm unter: www.lucas-filmfestival.de


Donnerstag, 20. Oktober 2022, 18:00 Uhr
Bewegung in bewegten Bildern – Wie das Wasserin der Filmgeschichte seinen Lauf nahm
Der Tiefenrausch-Kurator Michael Kinzer zeigt anhand von zahlreichen Beispielen, wie sich das flüssige Element als äußerst attraktives filmisches Motiv etablierte.
Achtung: Der Vortrag findet im Museum Wiesbaden und nicht im DFF statt!


Dienstag, 15. November 2022, 20:15 Uhr
Auf Schatzsuche
Gespräch mit dem Forschungstaucher Gerd Knepel über reale sowie von Hollywood erfundene Schätze und Wracks, die auf dem Meeresboden versteckt liegen.
Im Anschluss, ca. 20:45 Uhr: UNDERWATER! (Die goldene Galeere, US 1955, R: John Sturges, 85 min) Jane Russell entdeckt in der Karibik ein Schiffswrack aus dem 17. Jahrhundert und versucht, dessen Schätze zu bergen.


Samstag, 19. November 2022, 18:00 Uhr
Blick ins Archiv: Hans Albers auf Tauchgang
Ein unterhaltsamer Einblick in das Artur Brauner-Archiv des DFF anhand von Produktions- und Werbematerial zur CCC-Produktion DER MANN IM STROM mit Hans Albers.

Im Anschluss, ca. 18:30 Uhr: DER MANN IM STROM (BRD 1958, R: Eugen York, 95 min)
Nach dem Roman von Siegfried Lenz: Hans Albers begibt sich als alternder Bergungstaucher unter Wasser in Lebensgefahr.


Sonntag, 11. Dezember 2022, 17:30 Uhr
Unterwasserpioniere: Painlevé, Hass und Co.
Vortrag von Filmwissenschaftlerin Natalie Lettenewitsch über die Pioniere des Dokumentar- und Naturfilms unter Wasser. Dabei wird ein Bogen geschlagen von den allerersten Unterwasseraufnahmen von John Ernest Williamson bis hin zu Jacques-Yves Cousteau, der mit seinen farbigen Unterwasseraufnahmen ein Massenpublikum faszinierte.

Im Anschluss, ca. 18:00 Uhr: ABENTEUER IM ROTEN MEER (AT 1951, R: Hans Hass, 87 min) mit Vorfilm von Jean Painlevé
Hans Hass und seine Ehefrau Lotte suchen im Roten Meer nach einem sagenumwobenen Wasserungeheuer


Dienstag, 13. Dezember 2022, 20:15 Uhr
Cousteau – Weltstar der Meeresforschung
Gespräch mit dem Geschichtswissenschaftler Dr. Eike-Christian Heine über die Bedeutung von Jacques-Yves Cousteau für die Meeresforschung und den Unterwasserfilm.

Im Anschluss, ca. 20:45 Uhr: LE MONDE DU SILENCE (Die schweigende Welt, FR/IT 1956, R: Jacques-Yves Cousteau, Louis Malle, 86 min)
Gemeinsam mit dem späteren Regiemeister Louis Malle schuf Cousteau einen der ersten Unterwasserfilme in Farbe. Dafür gab es die Goldene Palme in Cannes und einen Oscar®.


Samstag, 7. Januar 2023, 17:15 Uhr
Auf Forschungsreise
Gespräch mit den Meeresbiolog:innen Dr. Saskia Brix-Elsig und Dr. James Taylor über moderne Expeditionen zum Meeresgrund, 150 Jahre nach Erscheinen von Jules Vernes Roman 20.000 Meilen unter dem Meer.

Im Anschluss, ca. 18 Uhr: 20,000 LEAGUES UNDER THE SEA (20.000 Meilen unter dem Meer, US 1954, R: Richard Fleischer, 127 min)
Kapitän Nemos Abenteuer in einem der aufwendigsten und teuersten Filme der 1950er Jahre, prämiert mit 2 Oscars®.


Sonntag, 8. Januar 2023, 18:00 Uhr
Stummfilmkonzert
Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt vertonen unter Anleitung von Prof. Ralph Abelein und mit Unterstützung der Akkordeonistin Eva Zöllner live die Jules Verne-Adaption von 1916. Das Format „Musik für Stummfilme“ der HfMDK wurde vom Land Hessen für exzellente Lehre ausgezeichnet.

20,000 LEAGUES UNDER THE SEA (US 1916, R: Stuart Paton, 86 min) Der erste Spielfilm der Filmgeschichte mit echten Unterwasseraufnahmen, gefilmt durch die von John Ernest Williamson entwickelte Photosphere.


Samstag, 25. Februar 2023, 18:00 Uhr
Forschungsschiff Xarifa – Ein Meilenstein der modernen Meeresforschung
Der Tauch- und Filmpionier Hans Hass führte in den 1950er Jahren mit seinem Forschungsschiff Xarifa zwei Expeditionsfahrten durch, bei denen viele, heute historisch wertvolle Unterwasserfilme entstanden. Der Historiker Michael Jung gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Ergebnisse der beiden Expeditionen und die Unterwasserfilmarbeiten.

Im Anschluss, ca. 18:30 Uhr: UNTERNEHMEN XARIFA (CH/LI 1954, R: Hans Hass, 81 min)
Das filmische Hauptwerk von Hans Hass war der erste deutsche Technicolor-Unterwasserfilm und ein wegweisender Naturfilm, der in der ganzen Welt für Furore sorgte.


Neben diesen Sonderveranstaltungen mit Gästen werden von Juli 2022 bis Februar 2023 im Kino des DFF zahlreiche Filme zum Thema Unterwasser gezeigt: von populären Kinderfilmen über Klassiker und Raritäten bis hin zu Kultfilmen im Spätprogramm. Die genauen Termine und alle weiteren Informationen finden Sie hier (Verlinkung zur Kinoseite)

Zusätzlich zum Kinoprogramm im DFF zeigt auch die Filmbühne Caligari in Wiesbaden eine Auswahl an Unterwasserfilmen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.wiesbaden.de/caligari

WORKSHOPS

Fotoworkshop Drehort Frankfurt:
Bilderwelten aus dem Tiefenrausch

Inspiriert vom Atlantis-Mythos oder Filmen wie UNDINE begeben sie die Teilnehmer:innen auf die Suche nach besonderen Wasser-Locations wie Aquarien oder Schwimmbädern und experimentieren mit Verfremdungstechniken, um den seelischen Grenzzuständen nachzuspüren, die mit dem Element Wasser verbunden sind.

Ein 3-tägiger Fotoworkshop mit Ragnar Knittel:

14.-16. Oktober
Kurszeiten: Freitag 18-21 Uhr, Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 11-16 Uhr


Schreibworkshop: „Im Tintenrausch“

Drei Stunden lang wird es kreativ! Mittels Schreibaufgaben und dem gemeinsamen Begehen der Ausstellung entstehen Texte aller Art – offen für alle Schreib-Levels!

Termine (für mehr Infos klicken Sie auf den jeweiligen Termin):
2. Oktober, 9. Oktober, 6. November, 20. November, 4. Dezember, jeweils von 12-15 Uhr

Kosten: 20 Euro | Vorab-Anmeldung bis zwei Tage im Voraus


Unterwasser-Kurzfilmprogramm im Kino

Das Angebot richtet sich an Schulklassen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Kosten: 40 Euro zzgl. 6 Euro pro Person Vorab-Buchung erforderlich


Unterwasserfilme in Stop Motion drehen

Das Angebot richtet sich an Schulklassen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Kosten: 40 Euro, zzgl. 6 Euro pro Person Vorab-Buchung erforderlich


Filmstudio am Wochenende

Unterwasser-Bilder in der Bluebox aufnehmen und Unterwasser-Daumenkinos selbst gestalten

Jeden Samstag und Sonntag, 14-18 Uhr

Offenes Angebot, keine gesonderte Anmeldung erforderlich


Informationen, Kontakt & Anmeldung

Tel.: +49 69 961 220 – 223 (Mo-Fr: 10-15 Uhr)

museumspaedagogik@dff.film

FÜHRUNGEN

Jeden Samstag, 15 Uhr
Öffentliche Führungen für ein allgemeines Publikum im DFF
Die Führung ist im Ausstellungsticket enthalten.

An jedem ersten Samstag im Monat findet die Führung abwechselnd im DFF und Senckenberg Naturmuseum als Tandemführung statt: Zwei Vermittler:innen aus beiden Museen stellen Themen und Objekte der Ausstellung aus film- und naturwissenschaftlicher Perspektive vor. Keine gesonderte Anmeldung erforderlich, die Führung ist im Ausstellungsticket enthalten.

  • Termine im DFF: 2. Juli, 3. September und 5. November
  • Termine im Senckenberg Naturmuseum: 6. August, 1. Oktober und 3. Dezember

Private Führungen
Dauer: ca. 1 Stunde | Vorab-Buchung im DFF erforderlich


Satourday am 29. November
Familienführungen durch die Ausstellung jeweils um 14 und 16 Uhr, offenes kostenfreies Angebot


Informationen, Kontakt & Anmeldung
Tel.: +49 69 961 220 – 223 (Mo-Fr: 10-15 Uhr)
museumspaedagogik@dff.film

PODCAST

Im DFF-Podcast spricht Frauke Haß (DFF) mit Kurator Michael Kinzer und verschiedenen Akteur:innen des Begleitprogramms über Themen rund um die Ausstellung.

Filmplakate unter Wasser


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Drehen unter Wasser

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Wasser im Jugendstil

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Standardsituationen unter Wasser

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Gespräch mit dem Unterwasserarchäologen Florian Huber

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Stummfilmvertonung

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Ausblick auf die Ausstellung

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Der Einsatz von Musik im Film unter Wasser

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Öffnungszeiten

IM TIEFENRAUSCH ist vom 1. Juli 2022 bis 26. Februar 2023 im DFF zu sehen

Mo: Geschlossen
Di–Do, Sa-So 10-18 Uhr
Fr: 10-20 Uhr

Tickets & Preise

IM TIEFENRAUSCH: 9 / 6* Euro
Dauerausstellung DFF: 6 / 3* Euro
Familienticket für bis zu 2 Erwachsene und 2 Kinder (über 6 Jahre): 24 Euro, jedes weitere Kind: 2 Euro

Hinweis für Eltern: Die Ausstellung “Im Tiefenrausch” enthält einige Filmausschnitte, in denen Gefahren unter Wasser dargestellt werden, die für jüngere Besucher:innen beängstigend sein könnten.

Barrierefreiheit: Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum ist für bewegungseingeschränkte Besucher:innen sowie für Gäste mit Kinderwagen über einen Fahrstuhl am rechten Seiteneingang des Museums zugänglich. Durch Aufzüge im Foyer sind alle Ausstellungsetagen (1.-3. OG), das Kino im Untergeschoss sowie die Filmwerkstatt und Workshopräume im 4. OG barrierefrei zugänglich. Eine separate Behindertentoilette findet sich im Sockelgeschoss. Das Haus stellt einen Leihrollstuhl zur Verfügung.

*Ermäßigungen erhalten: Schüler:innen, Studierende, Arbeitslose. Die Ermäßigung gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L. KUFTI-Inhaber:innen, Kinder unter 6 Jahren und Geburtstagskinder jeden Alters erhalten freien Eintritt in die Ausstellungen.

Projektleitung, Kuratorium, Medienproduktion
Michael Kinzer

Projektassistenz
Jean-Noël Lenhard, Sarah Touihrat

Unterstützung
Stefanie Plappert, Daria Berten, Rabih El-Khoury, Paul Skupin

Toninstallation
Rana Eid

Ausstellungsgestaltung
Tonia Bürkle, blaugrau

Grafikgestaltung
Anke Meenenga, Hausgrafik

Ausstellungsbau
Adriano Renzullo, artevilla

Medientechnik
Markus Berger, satis&fy

Licht
Stefan Zimmermann, Lightsolutions

Grafikproduktion
plot.com

Kooperation Senckenberg Naturmuseum
Dr. Brigitte Franzen, Dr. Thorolf Müller

Kooperation Active Image
Henning Lohner

Medienaufbereitung
Christian Appelt

Archive
Isabelle Bastian, Tim Heptner, Jens Kaufmann, Simon Lames, André Mieles, Uschi Rühle

Vermittlung
Daniela Dietrich (DFF), Lena Sistig und Maximilian Bugert (Senckenberg Naturmuseum)

Kinoprogramm
Natascha Gikas, Andreas Beilharz

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frauke Haß, Marie Luise Brüggemann

Website und Inhalte für Mobilgeräte
Jürgen Kindlmann

Besucherservice
Micaela Leon Gutbrod, Eric Schlegel

Verwaltung
Claus Wiedemann, Birgit Wickenhäuser

Team DFF
Paulette Bassiner, Susanne Becker, Wilke Bitter, Pramila Chenchanna, Antonio Cucuzzella, Louisa Deinhart, Julia Fleissig, Andreas Heidenreich, Tobias Hüser, Maria Käppele, Helen Kahsai, Christine Kopf, Sigrun Lust, Ismail Merzak, Thorsten Ott, Laura Palys, Katharina Popp, Petra Schäfer, Thomas Schumann, Marie-Christin Severin, Naima Wagner, Olaf Wehowsky, sowie das komplette Team Kasse und Aufsicht!

Dank an
Dr. Saskia Brix-Elsig, Dr. Peter Forster, Anna Frenkel, Natalie Lettenewitsch, Susanne Löffler, Pascal Lüder, Jenny Neuhaus, Dr. Irina Ruf, Dr. James Taylor

Wir danken unseren Förderern, Partnern und Sponsoren

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