Maximilian Schell – Regiearbeiten

Filmreihe zur Ausstellung

Die Begleitreihe zur Maximilian-Schell-Ausstellung präsentiert in diesem Monat sämtliche sechs Regiearbeiten, die Schell fürs Kino drehte.

Filmstill Marlene

Samstag  18.01.2020

20:30 Uhr

DER FUSSGÄNGER

BRD/Schweiz 1973. R: Maximilian Schell. D: Gustav Rudolf Sellner, Ruth Hausmeister, Maximilian Schell, Manuel Sellner. 100 Min. DCP
Einführung: Isabelle Bastian
Filmreihe: Filmerbe – Digital

Ein Boulevardjournalist deckt ein furchtbares Verbrechen des Großindustriellen Giese während der NS-Zeit auf. Der Film beschreibt, wie sich die einzelnen Charaktere auf den bevorstehenden Prozess vorbereiten. Maximilian Schell, der den Sohn Gieses spielt, erhielt als Produzent den Deutschen Filmpreis 1974 für den Besten programmfüllenden Spielfilm, international gewann DER FUSSGÄNGER 1974 den Golden Globe und wurde für einen Oscar® nominiert. Digitalisierung 2017 vom Original-Negativ.

Donnerstag  13.02.2020

20:30 Uhr

FIRST LOVE

BRD/Schweiz/Ungarn 1970. R: Maximilian Schell. D: John Moulder-Brown, Dominique Sanda, Maximilian Schell. 89 Min. DCP
Einführung: Isabelle Bastian (DFF)
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Schells erster Regie-Film ist eine Adaption der gleichnamigen Novelle von Ivan Turgenev aus dem Jahr 1860. Der Film bleibt dem Geist der Vorlage treu, jedoch spielt die Handlung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Geschildert wird die Schwärmerei des 16-jährigen Alexander für die 21-jährige Sinaida aus dem Nachbarhaus. Der Kameramann Sven Nykvist tauchte die Landschaften und Räume in ein weiches, milchiges Licht, das die Farben und Konturen verschwimmen lässt.

Samstag  15.02.2020

18:00 Uhr

DER FUSSGÄNGER

BRD/Schweiz 1973. R: Maximilian Schell. D: Gustav Rudolf Sellner, Ruth Hausmeister, Maximilian Schell, Manuel Sellner. 100 Min. DCP
Einführung: Norbert Grob
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Eine Boulevardzeitung deckt bei ihren Nachforschungen auf, dass ein Großindustrieller wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg maßgeblich an der Tötung der Einwohner/innen eines griechischen Dorfes beteiligt war. Die Frage der Schuld verfolgt den alten Mann, der auch den Tod seines Sohnes bei einem Autounfall mitverursacht haben soll, in der Folge. DER FUSSGÄNGER erhielt nicht nur den Deutschen Filmpreis, sondern gewann auch den Golden Globe und wurde als Bester fremdsprachiger Film für den Oscar® nominiert.

Mittwoch  19.02.2020

18:00 Uhr

END OF THE GAME Der Richter und sein Henker

BRD/Italien 1975. R: Maximilian Schell. D: Martin Ritt, Jon Voight, Jacqueline Bisset. 103 Min. Blu-ray (engl. OF) am 22.02. / 35mm (DF) am 19.02.
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten
Einführung am 19.02.: Hans-Peter Reichmann (DFF)

Mit internationaler Starbesetzung (US-Regisseur Martin Ritt, Kabarettist Helmut Qualtinger, Friedrich Dürrenmatt als Schriftsteller) verfilmte Schell den Roman seines Freundes Dürrenmatt als eine faszinierende Studie über Gut und Böse. Erzählt wird von einem Kriminalkommissar, der einen zum Verbrecher gewordenen Jugendfreund mit falschen Beweisen zur Strecke bringt. In einem Gastaufritt: Schell am Klavier mit Violinist Pinchas Zukerman.

Samstag  22.02.2020

18:00 Uhr

END OF THE GAME Der Richter und sein Henker

BRD/Italien 1975. R: Maximilian Schell. D: Martin Ritt, Jon Voight, Jacqueline Bisset. 103 Min. Blu-ray (engl. OF) am 22.02. / 35mm (DF) am 19.02.
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten
Einführung am 19.02.: Hans-Peter Reichmann (DFF)

Mit internationaler Starbesetzung (US-Regisseur Martin Ritt, Kabarettist Helmut Qualtinger, Friedrich Dürrenmatt als Schriftsteller) verfilmte Schell den Roman seines Freundes Dürrenmatt als eine faszinierende Studie über Gut und Böse. Erzählt wird von einem Kriminalkommissar, der einen zum Verbrecher gewordenen Jugendfreund mit falschen Beweisen zur Strecke bringt. In einem Gastaufritt: Schell am Klavier mit Violinist Pinchas Zukerman.

Sonntag  23.02.2020

17:00 Uhr

GESCHICHTEN AUS DEM WIENERWALD

BRD/Österreich 1979. R: Maximilian Schell. D: Birgit Doll, Hanno Pöschl, Helmut Qualtinger. 95 Min. Digital
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Mit dieser Verfilmung des gleichnamigen Volksstücks von Ödön von Horváth aus dem Jahr 1931 gelang Schell sein vielleicht bestes Werk als Regisseur. Der Film entfaltet einen Reigen kleinbürgerlicher Wiener Figuren, in dessen Mittelpunkt die etwas naive Marianne steht. Sie verlässt ihren biederen Verlobten und lässt sich mit einem Strizzi ein – für sie der Beginn eines unaufhaltsamen sozialen Abstiegs. Schell umschifft die naturalistischen Fallen gekonnt mittels formaler Brüche und Stilisierungen.

Mittwoch  26.02.2020

18:00 Uhr

MARLENE (1984)

BRD/Frankreich/CSSR 1984. R: Maximilian Schell. Dokumentarfilm. 94 Min. 16mm
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Für Schells Dokumentation über die große Filmschauspielerin Marlene Dietrich gab die Diva eine Reihe von Tonbandinterviews, war aber nicht bereit, sich filmen zu lassen. Schell unterlegt die teils ironischen, teils nostalgischen Äußerungen Dietrichs mit Fotos, Filmausschnitten und anderem Archivmaterial. Ergänzt wird dies durch Szenen, in denen das Team in der nachgebauten Wohnung Dietrichs mit dem Material kämpft. Schell gelingt so ein bewegendes Porträt der Künstlerin, das hinter die Kulissen des „Mythos Marlene“ blickt.

Donnerstag  27.02.2020

20:30 Uhr

MARLENE (1984)

BRD/Frankreich/CSSR 1984. R: Maximilian Schell. Dokumentarfilm. 94 Min. 16mm
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Für Schells Dokumentation über die große Filmschauspielerin Marlene Dietrich gab die Diva eine Reihe von Tonbandinterviews, war aber nicht bereit, sich filmen zu lassen. Schell unterlegt die teils ironischen, teils nostalgischen Äußerungen Dietrichs mit Fotos, Filmausschnitten und anderem Archivmaterial. Ergänzt wird dies durch Szenen, in denen das Team in der nachgebauten Wohnung Dietrichs mit dem Material kämpft. Schell gelingt so ein bewegendes Porträt der Künstlerin, das hinter die Kulissen des „Mythos Marlene“ blickt.

Samstag  29.02.2020

18:00 Uhr

MEINE SCHWESTER MARIA

Deutschland/Österreich/Schweiz 2002. R: Maximilian Schell. Dokumentarfilm. 90 Min. Digital (Formatänderung)
Filmreihe: Maximilian Schell – Regiearbeiten

Maria Schell war eine der ganz wenigen deutschsprachigen Schauspielerinnen, die in den 1950er Jahren zum Weltstar wurden. Einfühlsam, wie es nur ein enger Verwandter kann, porträtiert Schell seine Schwester, voller Respekt für ihre Leistungen, aber auch voller Trauer über ihre zunehmende Demenzerkrankung. Mit Hilfe von Filmausschnitten und Interviews, deren Text zum Teil von Maximilian Schell vorher geschrieben wurde, entsteht ein faszinierend vielschichtiges Bild der großen Schwester.

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