Jazzlegende Duke Ellington im Film

von Jens Kaufmann

Edward Kennedy „Duke“ Ellington (1899 – 1974) prägte als Pianist und Komponist die Jazzmusik in vielen Aspekten und bescherte der Musikwelt eine Vielzahl der heute größten Jazz-Standards. Auch als Filmmusiker hinterließ „Duke“ Ellington ein beeindruckendes Werk. Zum heutigen Weltjazztag gibt es hier drei auf ihre jeweilige Weise besondere Leinwandauftritte der Jazzlegende zu bewundern.

Ellingtons erster Auftritt in einem Film stammt aus der Kinderzeit des Tonfilms, nämlich aus dem Jahr 1929: eine tragische Kurzgeschichte, die im Harlem der Zwaniger Jahre spielt und die in Gänze auf Youtube zu sehen ist.

BLACK AND TAN (US 1929, Dudley Murphy)

 

Ein weiterer sehenswerter Kurzfilm mit Ellington stammt aus dem Jahr 1935 – und ist nebenbei auch das Leinwanddebut von Billie Holiday:

SYMPHONY IN BLACK: A RHAPSODY OF NEGRO LIFE (US 1935, Fred Waller)

 

Im Alter von 60 Jahren bekam Ellington dank Regisseur Otto Preminger endlich die Möglichkeit, die komplette Filmmusik für einen Spielfilm zu komponieren. Im Meisterwerk ANATOMY OF A MURDER hatte er zudem noch eine kleine Rolle als Pianist „Pie-Eye“, der in einer Szene zusammen mit Jimmy Stewart in die Tasten haut. Verdientermaßen gewann Ellington 1959 drei Grammys für die Filmmusik.

ANATOMY OF A MURDER (US 1959, Otto Preminger)

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