Gartenbaukino Wien

Gartenbaukino Wien

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Mein jüngster Besuch im Gartenbaukino liegt bereits einige Jahre zurück. Und doch ist mir das Kino an der Wiener Ringstraße in bester Erinnerung geblieben. Nicht nur wegen den großartigen Filmen, zuletzt der von Monika Willi aus dem Nachlass von Michael Glawogger realisierte Film UNTITLED (2017), die ich hier gesehen habe. Mag das Haus von außen unscheinbar wirken, der Eingangsbereich versprüht unmittelbar den Charme vergangener Tage. Zeitlos schön erscheint das Interieur des großen Foyers im Stil der 60er und 70er Jahre. Eine Freude für alle Vintage-Liebhaber:innen, noch bevor sie überhaupt den Kinosaal betreten.

Mit 736 Sitzplätzen und einer beeindruckenden Cinerama-Leinwand ist das Gartenbaukino eines der letzten großen Einsaalkinos der Wiener Innenstadt. Das 1919 erbaute und 1960 neu errichtete Haus ist seit vielen Jahren eine der Hauptspielstätten der Viennale. Das restliche Jahr wechselt das Programm zwischen aktuellem Arthouse-Kino, Werkschauen und Filmreihen mit so tollen Titeln wie Salon Sehnsucht, Schinken, Strahler 80 und Lazer 90. 70 mm-Filme werden immer noch projiziert.

Ein Tipp für alle, die noch nie einen Film im Gartenbaukino gesehen haben: Augen auf bei der Wahl des Sitzplatzes. Das Kino ist ebenerdig und die Wuschelkopfgefahr aus der Vorderreihe nicht zu unterschätzen. Zumindest mir wurde der Blick hin und wieder versperrt. Meine Empfehlung: ein Platz am Rand des Mittelgangs. Dann steht dem Sehvergnügen nichts im Wege.

Foto: Astrid Johanna Ofner

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Tobias Hüser
Tobias Hüser

Tobias Hüser (DFF)

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