In Memoriam Jean-Luc Godard

Mit Jean-Luc Godard ist am 22. September 2022 eine der zentralen Figuren des Kinos gestorben. Als Teil der Nouvelle Vague erlangte Godard Bekanntheit. Schnell entwickelte er sich zu einer polarisierenden Persönlichkeit, gleichsam Fürsprecher und Kritiker des Films. Der Regisseur hinterlässt ein über 60 Jahre ausuferndes Werk mit Film- und Videoarbeiten, Fernsehfilmen, Auftragsarbeiten und Serien. Bis zu seinem letzten Film LE LIVRE DE L’IMAGE (2018) suchte Godard stets nach neuen Ausdrucksformen – die formale Erneuerung verstand er dabei nie als Selbstzweck, sondern als ein filmisches Nachdenken mit und über den Film, seine Geschichte(n) sowie gesellschaftlichen, politischen und technischen Möglichkeiten. Im Dezember und Januar gedenkt das Kino des DFF Godard mit einer Auswahl seines Schaffens.

Freitag  09.12.2022

18:00 Uhr

BANDE À PART


Frankreich 1964. R: Jean-Luc Godard. D:Anna Karina, Claude Brasseur, Danièle Girard. 95 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

In BANDE À PART lernen zwei junge Männer in einer Sprachschule Odile (Anna Karina) kennen. Gemeinsam wollen sie bei Odiles Arbeitgeberin einbrechen und Geld erbeuten. Doch das dilettantisch geplante Unternehmen geht schief. Dieser selten gezeigte Godard-Klassiker ist eine Gangsterparodie mit einer Fülle visueller, akustischer und erzählerischer Gags – und in der verspielten Mischung aus Krimi und Komödie vielleicht Godards heiterstes und zugänglichstes Werk. Unvergesslich: Der Tanz zu dritt im Café und der Rekord-Sprint durch das Musée du Louvre.

Sonntag  11.12.2022

20:30 Uhr

BANDE À PART


Frankreich 1964. R: Jean-Luc Godard. D:Anna Karina, Claude Brasseur, Danièle Girard. 95 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

In BANDE À PART lernen zwei junge Männer in einer Sprachschule Odile (Anna Karina) kennen. Gemeinsam wollen sie bei Odiles Arbeitgeberin einbrechen und Geld erbeuten. Doch das dilettantisch geplante Unternehmen geht schief. Dieser selten gezeigte Godard-Klassiker ist eine Gangsterparodie mit einer Fülle visueller, akustischer und erzählerischer Gags – und in der verspielten Mischung aus Krimi und Komödie vielleicht Godards heiterstes und zugänglichstes Werk. Unvergesslich: Der Tanz zu dritt im Café und der Rekord-Sprint durch das Musée du Louvre.

Samstag  17.12.2022

20:30 Uhr

TOUT VA BIEN


Frankreich/Italien 1972. R: Jean-Luc Godard, Jean-Pierre Gorin. D: Yves Montand, Jane Fonda, Vittorio Caprioli. 95 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

In TOUT VA BIEN spielt Jane Fonda eine amerikanische Rundfunkkorrespondentin, die in Paris eine Reportage über eine Wurstfabrik dreht. Als ein Streik ausbricht, wird sie mit ihrem Geliebten und dem Direktor der Fabrik eingesperrt. „Für viele junge Cinephile, die Jean-Luc Godards und Jean-Pierres Gorins TOUT VA BIEN in den 1970er Jahren sahen, hatte der Film einen entscheidenden Einfluss auf ihre persönliche und intellektuelle Entwicklung. Er bot etwas Neues und Überraschendes: Eine Synthese aus dem Schwung, den Godard in den 1960er Jahren zeigte, einer brecht’schen Dramaturgie und einer bittersüßen Reflexion über den Mai 1968. Dazu bot der Film mit Jane Fonda und Yves Montand zwei Stars der ersten Liga und einen Hauch des Humors von Jerry Lewis: Dieser Film hatte alles!“ (Adrian Martin)

Freitag  23.12.2022

18:00 Uhr

TOUT VA BIEN


Frankreich/Italien 1972. R: Jean-Luc Godard, Jean-Pierre Gorin. D: Yves Montand, Jane Fonda, Vittorio Caprioli. 95 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

In TOUT VA BIEN spielt Jane Fonda eine amerikanische Rundfunkkorrespondentin, die in Paris eine Reportage über eine Wurstfabrik dreht. Als ein Streik ausbricht, wird sie mit ihrem Geliebten und dem Direktor der Fabrik eingesperrt. „Für viele junge Cinephile, die Jean-Luc Godards und Jean-Pierres Gorins TOUT VA BIEN in den 1970er Jahren sahen, hatte der Film einen entscheidenden Einfluss auf ihre persönliche und intellektuelle Entwicklung. Er bot etwas Neues und Überraschendes: Eine Synthese aus dem Schwung, den Godard in den 1960er Jahren zeigte, einer brecht’schen Dramaturgie und einer bittersüßen Reflexion über den Mai 1968. Dazu bot der Film mit Jane Fonda und Yves Montand zwei Stars der ersten Liga und einen Hauch des Humors von Jerry Lewis: Dieser Film hatte alles!“ (Adrian Martin)

Sonntag  25.12.2022

20:30 Uhr

PIERROT LE FOU


Frankreich/Italien 1965. R: Jean-Luc Godard. D: Jean-Paul Belmondo, Anna Karina, Graziella Galvani. 110 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

Ein junger Mann (Jean-Paul Belmondo) bricht in PIERROT LE FOU aus der bürgerlichen Gesellschaft aus und zieht mit seiner Ex-Geliebten (Anna Karina) durch die Lande. Ein zwischen Improvisation und Reflexion, zwischen Komödie und Tragödie schwankender, mit Anspielungen und Zitaten gespickter Film, ein schier übersprudelndes Werk, in dem Samuel Fuller in einem berühmten Gastauftritt eine mögliche Definition des Kinos zusammenfasst: "Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: Emotionen!"

Donnerstag  29.12.2022

20:30 Uhr

PIERROT LE FOU


Frankreich/Italien 1965. R: Jean-Luc Godard. D: Jean-Paul Belmondo, Anna Karina, Graziella Galvani. 110 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Filmreihe: In Memoriam Jean-Luc Godard

Ein junger Mann (Jean-Paul Belmondo) bricht in PIERROT LE FOU aus der bürgerlichen Gesellschaft aus und zieht mit seiner Ex-Geliebten (Anna Karina) durch die Lande. Ein zwischen Improvisation und Reflexion, zwischen Komödie und Tragödie schwankender, mit Anspielungen und Zitaten gespickter Film, ein schier übersprudelndes Werk, in dem Samuel Fuller in einem berühmten Gastauftritt eine mögliche Definition des Kinos zusammenfasst: "Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: Emotionen!"