Lichtburg Essen

Lichtburg Essen  

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Foto: Lichtburg Essen

In der Einkaufsstraße gelegen macht die Lichtburg Essen äußerlich einen unscheinbaren EindruckEin roter Teppich führt zum alten und noch funktionalen Kassenhäuschen vor dem nach hinten versetzten Eingang. Das großräumige Foyer erinnert mich an ein altes Theater. Von dort gelange ich durch eine Holztür in den großen der zwei Säle. Ein Meer aus unzähligen roten Sitzen breitet sich vor mir aus und fließt zu einem gewaltigen roten Vorhang, der die Leinwand verdeckt. Über mir erstreckt sich eine zweite Ebene, der Balkon. In diesem Filmpalast beginnt für mich der Film schon beim Betreten des Saals. Das Kinoerlebnis ist in dieser Atmosphäre ein ganz besonderes.  

Mit 1.250 Sitzplätzen ist die Lichtburg der größte Kinosaal Deutschlands. 1928 erbaut, erinnert das Kino noch heute an ein altes Lichtspielhaus. Der große Saal ist daher auch ideal für feierliche Premieren und andere Veranstaltungen mit Gästen. So habe ich hier schon Maren Ade, Wim Wenders, Mario Adorf und viele weitere Filmschaffende erleben dürfen.  

Foto: Thomas Herrmann

Neben dem regulären Kinoprogramm und Filmpremieren bietet die Lichtburg Klassiker-Vorstellungen und – dank der hochfahrbaren Leinwand –auch Bühnenveranstaltungen wie Konzerte und LesungenMich zieht es vor allem in die Lichtburg, wenn ein Film auf 70mm erscheint, denn die Lichtburg ist eines der wenigen Kinos in Deutschland, die das Format noch spielt. Ob „Dunkirk“ oder „2001: A Space Odyssey“ – wenn der Gong im Saal ertönt, sich kurz darauf langsam der rote Vorhang öffnet und die große Leinwand freigibt und dann endlich das erste Bild auf der Leinwand erscheint, bin ich in der Lichtburg schon mitten im Film. Das ist Kino. 

Titelbild: Frank Vinken

Lieblingskino von:

Sophie Erichsen

Sophie Erichsen (DFF)