Unser DFF – Neue Räume schaffen

Wie kann sich das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum noch stärker für die Frankfurter Stadtgesellschaft öffnen und wie muss es sich verändern, um wirklich ein Haus für Alle zu werden? Und wie kann ein gemeinsam gestalteter Veränderungsprozess gelingen? Diese Fragen bildeten den Ausgangspunkt des interkulturellen Modellprojekts „Unser DFF“, im Zuge dessen Veranstaltungen, Workshops und eine Projektwoche stattfanden. Im Mittelpunkt standen die Begegnung und der Austausch mit den Kooperationspartnern aus unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen. Das Projekt wurde der veränderten Situation angepasst und ins Digitale überführt. Gemeinsam mit den Partnern wurden Ideen und Konzepte zur Öffnung des Hauses erarbeitet, die langfristig Teil des DFF-Vermittlungsprogramms werden sollen.

Kontakt
Barbara Dierksen
Tel.: +4969961220-309
E-Mail: dierksen@dff.film

Die Publikation Unser DFF. Neue Räume schaffen dokumentiert das Projekt und versammelt die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Projektgruppen. Sie enthält Texte und Fotos der Teilnehmer:innen. Außerdem hat das Projektteam darin zusammengetragen, welche Erfahrungen es gesammelt hat und welche Lehren andere Kulturinstitutionen mit ähnlichen Projekten aus diesen Erfahrungen ziehen können.

ISBN 978-3-88799-111-1
ISBN 978-3-88799-112-8 (Digitale Ausgabe)

Digitale Version:
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„Unser DFF – Eine Ausstellung mit sieben Jugendlichen in außergewöhnlichen Zeiten“

In den Osterferien fand eine digitale Projektwoche mit sieben Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen statt. Gemeinsam mit dem Projektteam, das die Ideen der Gruppe vor Ort umsetzte, erarbeiteten die Jugendlichen eine Ausstellung im sogenannten „Luftraum“ im Erdgeschoss des DFF. Die zentralen Projektfragen bildeten dabei den roten Faden: Wie sehen ihre Wünsche an das DFF aus, was interessiert sie besonders und was gefällt ihnen weniger? Und wie muss sich das DFF als Institution in ihren Augen verändern, um als ein offenes und zugängliches Haus erlebt zu werden?

Für die Ausstellung wählten die Jugendlichen ihre persönlichen Lieblingsobjekte aus und fertigten Selbstporträts an. Außerdem gestalteten sie eine Wand mit Fotografien, die aus einem Foto-Projekt mit einer Gruppe des Eltern-Kind-Zentrums Al Karama hervorgegangen sind. Für dieses fotografierten die teilnehmenden Frauen ihre Nachbarschaft, ihre Lieblingsorte und Dinge, die ihnen wichtig sind mit einer Einwegkamera. Weitere Projektpartner waren Über den Tellerrand Frankfurt e.V. und MiA – Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt. Die Schreib- und Fotoprojekte der MiA-Gruppe sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Der Frankfurter Filmschatz

Teil des Projektes ist zudem der „Frankfurter Filmschatz“. Durch eine Befragung aller am Projekt beteiligten Menschen ist eine Sammlung aus 100 Filmtiteln entstanden, die widerspiegelt, welche Filme die Einwohner:innen der Stadt, die zahlreiche Herkunftsländer haben, als bewahrenswert ansehen und als ihren kulturellen Schatz hüten möchten.

Der Frankfurter Filmschatz ist in der Publikation Unser DFF. Neue Räume veröffentlicht.

Im DFF-Podcast „Alles ist Film“ berichtet Projektleiterin Barbara Dierksen von der Idee des „Frankfurter Filmschatzes“ und Frankfurter:innen mit internationaler Geschichte sprechen über ihre Lieblingsfilme.

Veranstaltung im Eltern-Kind-Zentrum „Al Karama“
Veranstaltung im Eltern-Kind-Zentrum Al Karama

Abschlussveranstaltung am 10. Juli im DFF

Das Projekt fand am 10. Juli 2021 seinen Abschluss mit einem Event für die Projektteilnehmer:innen im DFF, einer Zoom-Diskussion zum Thema „Strategien zur interkulturellen Öffnung von Kulturinstitutionen und die wichtige Rolle partizipativer Ansätze“ und der Vorstellung der Publikation UNSER DFF. Neue Räume schaffen. Teilnehmende aller am Projekt beteiligten Gruppen feierten gemeinsam den Abschluss der gemeinsamen Arbeit und erkundeten, teilweise zum ersten Mal, die Dauerausstellung und das Kino des DFF. Im DFF fanden an diesem Tag, neben Führungen in einfacher Sprache und einem Bastelangebot für Kinder, Stummfilmvertonungen statt, bei denen die Projektteilnehmer:innen live Instrumente einspielten. Die Idee zu dieser Aktion ist aus einem Workshop der Projektgruppe von Über den Tellerrand Frankfurt e.V. hervorgegangen.

gefördert von:

Bundeszentrale für politische Bildung