Das Filmmuseum entsteht: Innenarchitekt Jan Schlubach

Er ist der Innenarchitekt der Dauerausstellung, die 1984 zeitgleich mit dem Deutschen Filmmuseum (heute DFF) am Schaumainkai neu eröffnete, und ein bedeutender deutscher Bühnen- und Szenenbildner: Jan Schlubach, geboren heute vor 100 Jahren.

Schlubach wirkte maßgeblich als Bühnenbildner an deutschen Theater- und Opernhäusern, bevor er ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre auch Karriere als Szenenbildner für Film und Fernsehen machte, unter anderem für die deutschen Produktionsanteile in Stanley Kubricks BARRY LYNDON (1975) und den James-Bond-Film OCTOPUSSY (1983). Für THE SHINING (1980) war er in den USA zuständiger Location Scout.

Zwei kleine Zeitdokumente aus der Entstehungsphase des Museums erinnern heute im Archiv- und Studienzentrum des DFF an die Pionierarbeiten zum ‚Haus für den Film‘ am Frankfurter Schaumainkai und Jan Schlubachs Beitrag.

In dem Briefwechsel zwischen Schlubach und Artur Brauner (CCC-Film) bittet letzterer den Produzenten, Geräte und Vorschläge zur Gestaltung der Ausstellung beizusteuern – mit Erfolg, wie die Antwort verrät. Heute beherbergt das DFF mit dem gesamten Artur Brauner-Archiv auch das Archiv der CCC Filmproduktion – und diesen Briefwechsel:

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As Berater stand dem Kurator:innenteam der damaligen Dauerausstellung übrigens unter anderen der Filmemacher und Sammler Werner Nekes zur Seite. Ob er damals ahnte, dass auch seine einzigartige Sammlung zur Geschichte des Sehens einmal den Weg in dieses Haus finden würde?

Bildnachweis: DFF / Artur Brauner-Archiv.

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