Klopapier: Eine Filmkarriere

Ob jemals zuvor das Klopapier so im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gestanden hat wie in diesen vom Coronavirus gezeichneten Tagen? Unser Medienkurator Michael Kinzer hat sich zurückerinnert an die Zeiten, in denen der neue Star am Medienhimmel noch eine Nebenrolle spielte: eine Reise in rund 50 Jahre Filmgeschichte!

  • THE PARTY (Blake Edwards, US 1968)

Wir beginnen in den späten 1960ern: „Der Partyschreck“ Peter Sellers crasht als indischer Komparse Hrundi V. Bakshi eine extravagante Hollywood-Party – auf der ihm eine Klopapierrolle zum Verhängnis wird…

 

  • SMOKEY AND THE BANDIT (Hal Needham, US 1977)

Zehn Jahre später verschafft auch Jackie Gleason als Sheriff Buford T. Justice dem Klopapier ungewollt einen starken Auftritt:

 

  • DEMOLITION MAN (Marco Brambilla, US 1993)

Was Sylvester Stallone hier Sandra Bullock ins Ohr raunt, klingt zum aktuellen Zeitpunkt wie eine Unterhaltung im Supermarkt: „I don’t know if you guys know but you… you’re running out of …“ Seht selbst!

 

  • LITTLE GIANTS (Duwayne Dunham, US 1994)

Wie man mit Klopapier die Mädchenherzen für sich gewinnt, beweist Devon Sawa mit einer starken Quarterback-Einlage zwischen den Supermarktregalen – und verursacht damit prompt einen Unfall:

 

  • BLADES OF GLORY (Josh Gordon, Will Speck, US 2007)

Jetzt wird es doch schon ein bisschen eklig: Für Eiskunstläufer Jimmy MacElroy hängt die Befreiung aus einer Toilettenkabine nicht etwa am seidenen Faden – sondern an einer fragilen Rolle Klopapier:

 

  • STEP BROTHERS (Adam McKay, US 2008)

Und diese Filmszene aus Adam McKays Familienkomödie STEP BROTHERS gewinnt 12 Jahre nach Erscheinen erst wirklich an Bedeutung: in Zeiten der Coronakrise spricht Will Ferrell uns allen mit einer einfachen Geste aus dem Herzen:

 

  • BUMBLEBEE (Travis Knight, US 2018)

Ganz schön leichtsinnig wiederum erscheint uns gerade, was Charlie hier ihrem Freund Bumblebee beibringt – nicht nachmachen!

 

  • DEADPOOL 2 (David Leitch, US 2018)

Ach ja, das Klopapier. Die Coronakrise zeigt uns, dass es ohne einfach nicht geht. Oder etwa doch?

 

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