Filmgespräch mit Rudolf Thome zu ÜBERALL BLUMEN

RUDOLF THOME: EINE HOMMAGE AN DEN REGISSEUR

Rudolf Thome im Gespräch mit Urs Spörri

Veranstaltung im Kino des DFF, 16.10.2017

Er ist der „wichtigste unbekannte deutsche Regisseur“ (Cahiers du Cinéma, 1980), „der größte Regisseur, den keiner kennt“ (Die Welt, 2016). Zu unaufgeregt und unaufdringlich sind die Filme von Rudolf Thome für das ganz große Publikum. Und doch waren sie stets nah dran am Zeitgeist, an den menschlichen Beziehungen, suchten das Politische im Privaten, waren sanft ironische und präzise beobachtete Studien des Alltäglichen. Seit den 1980ern ist Thome dem DFF verbunden, im Frühjahr 2016 übergab er dem Haus seinen Vorlass mit Filmen, Produktionsunterlagen, Fotos, Drehbüchern und Aufzeichnungen. Anlass für eine Filmreihe mit einigen der mittlerweile über das Filminstitut verliehenen analogen Kopien. In Thomes Anwesenheit waren die Frankfurt-Premiere des Dokumentarfilms ÜBERALL BLUMEN und die digital restaurierte Fassung des selten gezeigten SUPERGIRL zu sehen.

Film: RUDOLF THOME – ÜBERALL BLUMEN
Deutschland 2016.
R: Serpil Turhan
Dokumentarfilm über Rudolf Thome. 85 Min. DCP

Rudolf Thomes kontinuierliche Produktivität zählt zu den Ausnahmefällen im deutschen Kino – er drehte seit 1968 in gut vier Jahrzehnten 28 Langfilme. Das Verfassen des Drehbuchs von Film Nr. 29 und die Versuche, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, sind der rote Faden dieses Porträtfilms, der ausschließlich aus Gesprächen und Beobachtungen an Thomes Wohnort, einem ehemaligen Bauernhof im Brandenburgischen, besteht. Der Filmemacher gibt bereitwillig Auskunft. Man erlebt ihn außerdem als Gärtner, als Vater, als Fahrradfahrer und als Darsteller seiner selbst. Zugleich bietet ÜBERALL BLUMEN einen Überblick über Thomes eigensinniges Werk. Der Bauernhof von Rudolf Thome gehörte auch zu den Drehorten des Films KÖNIGIN VON NIENDORF von seiner Tochter Joya Thome, die am 5.10. beim LUCAS Filmfestival zu Gast ist.

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