Kurzfilme für zu Hause: interfilm präsentiert CoronaKino

Von Naima Wagner

Der Kurzfilmverleih interfilm hat vier Kurzfilm-Programme zusammengestellt, die ausgeliehen oder gekauft werden können – und damit eine schöne Möglichkeit geschaffen, den Verleih in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, in der unklar ist, wann er wieder Filme in den Kinos zeigen und sein Filmfestival ausrichten können wird. Auch das monatliche Kurzfilm-Programm „Shorts Attack“ kommt ins Heimkino.

Das Internationale Kurzfilmfestival Berlin

Das interfilm-Team hat zweifellos ein Händchen dafür, eine spannende Filmauswahl zu treffen, richtet es doch jedes Jahr ein erfolgreiches Kurzfilmfestival aus, das im vergangenen Jahr seine 35. Ausgabe mit 23 000 Besucher/innen feierte. Das siebentägige Internationale Kurzfilmfestival Berlin präsentiert jedes Jahr rund 600 Filme in mehr als 50 Programmen und in Anwesenheit von mehr als 500 Gästen. Seit 2008 ist KUKI, das internationale Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche Berlin, ein eigenständiges Festival, das vielfältige Themen aus der Lebenswelt junger Menschen anspricht. Das ganze Jahr über reisen Programme von interfilm und KUKI durch die Welt – in Kinos, Klassenräume, Universitäten – und jetzt eben auch in die Wohnzimmer.

#CoronaKino: Die Kurzfilmprogramme

Das Programm „Nachbarschafts(wahn)sinn“ etwa erzählt in 13 Kurzfilmen Nachbarschaftsgeschichten zwischen dem Alltäglichen und dem Besonderen: In GERRY’S GARDEN (GB 2014, R: Jobie Nam) versucht Gerry, einen ungebetenen Gast in seinem Garten loszuwerden, während er selbst das Haus nicht verlassen kann; im dokumentarischen BIOTOP (DE 2018, R: Paul Scholten) wird der Frieden in dem beschaulichen Münchener Vorort Neuperlach gestört, als Geflüchtete nebenan einziehen sollen und im Animationsfilm DER KIOSK (CH 2013, R: Anete Melece) kümmert sich die gutgelaunte Kioskfrau Olga liebevoll um die Probleme in ihrer Nachbarschaft, bis sie durch absurde Vorfälle an den Ort ihrer Träume gelangt.

Weitere Zusammenstellungen heißen „Home Sweet Home“ und „TeenScreen Meets CoronaKino“ (ab 12 Jahren empfohlen). Alle drei Programme präsentieren Filme im Originalton mit deutschen Untertiteln; das 41-minütige Programm „KUKI für Zuhause“ bündelt Filme ohne Dialoge für Kurzfilmfans von sechs Jahren an. Das Leihen für 72 Stunden kostet zwischen 1,99 und 3,99 Euro, der Kauf zwischen 5,99 und 12,99 Euro.

GERRY’S GARDEN (GB 2014, R: Jobie Nam)
BIOTOP (DE 2018, R: Paul Scholten)
DER KIOSK (CH 2013, R: Anete Melece)

Die monatliche „Shorts Attack“ kommt ins Wohnzimmer

Das monatliche Kurzfilm-Programm „Shorts Attack“, das interfilm zum 218. Mal präsentiert, kommt nun nicht auf die Leinwände der deutschen Kinos, sondern per Video on Demand ins Heimkino. Mit dem Leihen des Programms, das im April unter dem Titel „Sex und Wahnsinn“ steht, lassen sich ausgewählte Kinos in verschiedenen Städten unterstützen. Wenn das Lieblingskino nicht dabei ist – und leider ist bisher kein Frankfurter Kino Teil der Aktion –, können Nutzer/innen alle Kinos gleichermaßen unterstützen.

Shorts Attack April
Shorts Attack Juni

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